Lang erwartetes Fest für Kinder bietet Attraktionen

Viele Angebote für Kinder wurden in Zeiten der Corona-Pandemie ausgesetzt. Der CVJM in Reichenbach hat jetzt jedoch wieder losgelegt.

Reichenbach.

Sepp, Mistral und Thunder sind die Namen der Lieblinge beim Kinderfest am gestrigen Donnerstag auf dem Gelände des Vereins CVJM-Fabrik an der Dr.-Külz-Straße/Klinkhardtstraße in Reichenbach. Vor allem die Mädchen sorgten dafür, dass die Ponys kaum Pausen einlegen konnten. Runde um Runde drehten sie um das Gebäude, in dem der CVJM seine Räume hat und das einige der anwesenden Kinder noch als Flüchtlingsheim kennengelernt haben.

Das Ponyreiten war nur eine von mehr als zehn Stationen des Kinderfestes, zu dem Bianca Pillatzki, Koordinatorin für offene mobile Jugendarbeit der Stadt Reichenbach, eingeladen hatte. Für solche und andere Aktivitäten gibt es das Netzwerk Kinder-und Jugendarbeit, zu dem Vereine und Einrichtungen gehören, die im sozialen Bereich tätig sind, Projekte mit dem Nachwuchs und mit Familien organisieren.

Die Koordinatorin: "Wir haben lange darauf gewartet, endlich wieder etwas mit Kindern machen zu können. Es ist ja an den Schulen alles ausgefallen und auch sonst gab es kaum Angebote in der Stadt." Das beim CVJM geplante Zirkusprojekt fiel ebenfalls Corona zum Opfer. Mit ihren Netzwerkpartnern hat sich Bianca Pillatzki zusammengesetzt und geschaut, was machbar ist. Sie sagt: "Wir wollten ursprünglich in den Park der Generationen, aber es wäre dort schwierig gewesen, ein großes Gelände abzusperren und den Überblick zu behalten. Der CVJM hat hier eine große Freifläche, auf der wir alles entzurren und das Hygienekonzept umsetzen können." Hygienekonzept, das bedeutet Sicherheitsabstand, Desinfektionsmittel und die Begrenzung der Kinderzahl auf maximal 50 zur gleichen Zeit. Bianca Pillatzki: "Es kamen mehr als wir erwartet haben, aber da immer auch welche gingen, war das kein Problem." Sie hatte nur über die beteiligten Partner Werbung gemacht, um nicht Kinder wegschicken zu müssen.

Elke Göbel, die in der Landeskirchlichen Gemeinschaft ein Familienprojekt leitet, hatte die Registrierung der Besucher im Griff, während ihr Mann die Zuckerwatte-Maschine betreute. Vertreter der Kinderarche kümmerten sich um das Dosenwerfen, andere ehrenamtliche Helfer der Vereine oder der Landeskirche um Torwandschießen, Riesen-Mikado oder die Versorgung der Besucher. Die Landeskirche hatte Preise mitgebracht, damit jedes Kind etwas mit nach Hause nehmen konnte. Die Attraktion waren Seifenblasenmaschine und die Geräte zur Seifenblasenproduktion, die von Clown Lulu Lustig aus Auerbach stammten. Pausenlos stiegen Blasen in den schillerndsten Farben auf.

Elke Göbel: "Für einen Einzelnen sind solche größeren Aktionen schwer zu stemmen, deshalb ist es gut, dass es das Netzwerk gibt." Das betrifft die Helfer, die Materialien und die Finanzen. Für die Koordinatorin der Stadt sind solche Veranstaltungen auch geeignet, um Informationen auszutauschen. Nicht immer wisse jeder, wohin er sich wenden kann, was für soziale Angebote es gibt, wo Hilfe zu bekommen ist. Die Koordinatorin der Stadtverwaltung hofft jetzt auf einen relativ normalen Schulstart, denn die nächste Idee steht vor der Realisierung: Bei den Beginnertagen im September sollen Schüler der fünften Klassen die Reichenbacher Jugendeinrichtungen kennenlernen und sich beim Oberbürgermeister informieren.

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