Leitstelle: Vergleich der Kosten zieht sich hin

FDP-Kreistagsfraktion fordert Aussagen zur Wirtschaftlichkeit

Plauen.

Die von der FDP-Kreistagsfraktion geforderten Wirtschaftlichkeitsberechnungen für die Rettungsleitstelle in Zwickau sind noch nicht abgeschlossen. Die Beantwortung werde noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Eine Kostenanalyse, die die vom Freistaat geforderte und 2014 vollzogene Fusion der Rettungsleitstellen Zwickau und Plauen in Zwickau mit einer Weiterführung zweier eigenständiger Rettungsleitstellen vergleicht, sei sehr umfangreich, hieß es zu diesem Thema in einer Zwischenantwort von Landrat Rolf Keil (CDU) an die Liberalen.

Das wiederum irritiert die FDP. "Sollte seit sechs Jahren wirklich niemand auf die wirtschaftliche Entwicklung geschaut haben?", fragt Achim Schulz im Auftrag der FDP-Fraktion. Auch bei der Erarbeitung des neuen Haushaltsentwurfes für den Vogtlandkreis, der momentan im Kreistag beraten wird, "gab es dazu offensichtlich keine Untersuchung", wundert sich Achim Schulz. Die Antwort dazu bleibe wohl offen, bis die "längere Bearbeitungszeit" vergangen ist.

Zur Sitzung des Kreisausschusses am 9. September musste das Gremium einer Kostenerhöhung für 2019 zustimmen. Der FDP-Fraktionschef und Plauener OB Ralf Oberdorfer erinnerte an die "verordnete Konzentration der Rettungsleitstellen" und forderte einen "Kostenvergleich, der der Öffentlichkeit zeigt, ob diese Politik des Freistaates auch Vorteile gebracht hat". Laut Landrat Rolf Keil zahlte der Vogtlandkreis zum Zeitpunkt der Fusion knapp 500.000 Euro pro Jahr, heute sind es 1,2 Millionen.

Die Integrierte Rettungsleitstelle Zwickau ist zuständig für insgesamt rund 550.600 Menschen im Landkreis Zwickau und im Vogtlandkreis, die Kosten werden anteilig nach Einwohnerzahl aufgeteilt. Betreiber der Einrichtung ist der Rettungszweckverband Südwestsachsen.

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