Linke Themen: von Rente bis Rechte

Wahlen 2019 Der Fraktionsvorsitzende im Bundestag, Dietmar Bartsch, war zu Besuch bei der Basis in Reichenbach.

Reichenbach.

Für diesen Satz erntete Dietmar Bartsch am meisten Applaus: "Bildung und Gesundheit dürfen nicht privatisiert werden, das darf nicht am Geld hängen", sagte der Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Bundestag am Montagabend in Reichenbach. Das Händeklatschen im Begegnungszentrum der Diakonie am Nordhorner Platz blieb dennoch verhalten. Zu der Wahlkampfveranstaltung waren nur 25 bis 30 Besucher erschienen.

Diesen lagen die Thema Rente sowie öffentlicher Nahverkehr und Versorgung im ländlichen Raum besonders am Herzen. Bei letztem Punkt hielt der Linken-Fraktionsvorsitzende den Ball aber eher flach. "Wenn Ihnen jemand einen Supermarkt für Ihr Dorf verspricht, glauben Sie ihm nicht!", so Bartsch. Die alten Zeiten kämen nicht wieder. Aber Verkaufsfahrzeuge und Bibliotheksbusse seien Möglichkeiten für den ländlichen Raum. Lars Legath, Direktkandidat der Linkspartei für die Landtagswahl am 1. September im Wahlkreis Reichenbach und Umgebung, sah das ein wenig anders. Er kann sich zumindest einen kleinen Markt vorstellen, der im Rathaus oder Bürgerhaus betrieben wird. Beim Thema Rente waren sich dagegen alle Politiker und Besucher im Raum einig, dass künftig jeder - also auch Beamte und Selbstständige - in die Rentenkasse einzahlen sollten.


Sehr breiten Raum nahm bei der Wahlveranstaltung der Linkspartei die Beschäftigung mit der AfD ein. "Warum ist die Rechte so stark in Sachsen?", fragte die Landtagsabgeordnete und Linken-Kreisvorsitzende Janina Pfau an die Adresse von Dietmar Bartsch. Eine echte Antwort hatte dieser nicht. "Dabei bietet die AfD in ihrem Wahlprogramm für die kleinen Leute gar nichts an", so der Fraktionsvorsitzende etwas ratlos. Die Linken würden aber offenbar nicht mehr als Interessensvertretung für genau diese Gruppe wahrgenommen - trotz erfolgreicher Regierungsbeteiligung in einigen Bundesländern. "Wir müssen uns deshalb fragen: Was machen wir falsch?", so Bartsch. Einer seiner Erklärungsversuche: "Wir haben die Neigung, uns in der Opposition die Welt zurechtzubiegen."

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