Linke und SPD forschen zur SED

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Vor 75 Jahren schlossen sich auch in Reichenbach KPD und SPD zur SED zusammen. Ihre politischen Erben sind auf Spurensuche gegangen. Hier ihre gemeinsame Bewertung:

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99 Kommentare

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  • 4
    1
    paral
    08.05.2021

    @Nei..Also ich weiß es durchaus zu schätzen, daß Sie nicht die Bundeszentrale zitieren wollten. Ja, Erinnerung ist wichtig, doch leider wollen es immer weniger hören. Wir werden es nicht ändern, das ist richtig. Wer alt genug wird, sieht , das das Spiel um die Macht und damit Deutungshoheit immer wieder von neuem beginnt.

  • 2
    2
    Neideiteln
    08.05.2021

    @Freigeist und paral:
    Ach, Wikipedia. Ich wollte nett sein und nicht z.B. die Bundeszentrale für politische Bildung zitieren. Deren Urteil über den Umgang der SED mit ihren Milliarden ist ganz eindeutig: tricksen, täuschen, lügen - um doch noch möglichst viel in der eigenen Tasche zu behalten.

    Leider, lieber Herr Freigeist14, kommt da bei Ihnen eben keine seriöse Quelle, sondern wieder nur Polemik.

    Stalinismus war eine ganz üble Sache. Deswegen schrieb ich ja, dass die Gewalt und der Zwang bei der Zwangsvereinigung von KPD und SPD niemals vergessen werden dürfen. Ebenso wie noch viel andere Gewalt und Ungerechtigkeit, die die SED verschuldet hat.

    Nur: Ich werde die jungen Menschen nicht ändern, die trotzdem der LINKEN nachlaufen.
    Ich werde die noch heutigen Schönredner der ex-SED nicht ändern. (wie man ja sieht)

    Wir müssen uns erinnern, ja, unbedingt!
    Aber über 30 Jahre nach Ende der DDR muss wenigstens Reden miteinander möglich sein.

    Hass und Bitterkeit zerstören.

  • 6
    5
    Freigeist14
    07.05.2021

    paral@ Mit Wikipedia müssen Sie sich schon an Neidel@ wenden . Ich bevorzuge objektivere Quellen der Zeitzeugen und Akteure . Das Orakeln über SED-Milliarden werden auch beim X-ten Aufguss nicht wahrer . Andererseits : Wer den Linken-Fresser Hubertus Knabe zitiert , verfolgt seine ganz eigene Agenda .

  • 4
    3
    paral
    07.05.2021

    Wie immer geht es ums Geld. Die Selbstauflösung der PDS hat der gewitzte Anwalt Gysi verhindert, als Parteivorsitzender wußte er wohl, wo die Millionen (Milliarden?) liegen. Das Geld war damit verfügbar und wurde in alle willigen Neugründer gesteckt, die vorher als SED-Mitglieder den Kapitalismus und Imperialismus, ja Faschismus, als höchste Form den sterbenden Kapitalismus verabscheut hatten. Die Zwangsvereinigung von Moskaus Gnaden in diesen Zusammenhang noch irgendwie schönzureden, zeugt von Geschichtsvergessenheit, ja -klitterung und ist ein Affront gegen jene standhaften Sozialdemokraten, diie für ihre andere Meinung von den Russen eingesperrt wurden oder in den Westen gingen. Von allen moralischen und persönlichen Beurteilungen befreit, ist diese sog. Vereinigung eine logische Folge stalinscher Machtpolitik, um die Beute des Krieges gegen Deutschland abzusichern. Im übrigen: Wer sich auf Wikipedia verläßt, ist verlassen. Außer: Wasser siedet bei 100 Grad Celsius.

  • 5
    3
    Neideiteln
    07.05.2021

    @Freigeist14: In der Tat finde ich Ihre Aussagen z.B. im Wikipedia-Artikel "Vermögen von Parteien und Massenorganisationen der DDR" zwar bestätigt.

    Dort steht aber u.a. auch, ich zitiere:
    "Noch immer herrscht Unklarheit über den Verbleib von einem Teil der Gelder und Vermögensgegenstände, die sich die SED in der DDR zu Unrecht angeeignet hatte."
    "Ob sich noch Auslandsvermögen der SED auf Treuhand-Konten in Liechtenstein befindet, ist Gegenstand seit Februar 2008 laufender Untersuchungen. "
    "Laut einer als Podcast veröffentlichten Analyse von Hubertus Knabe, hat die PDS ihr Geld nicht nur auf Treuhandkonten in Liechtenstein transferiert, sondern auch in nach der Wende gegründete Privatunternehmen investiert.(...) Anschließend erhielten die Firmen von der PDS Kredite zu günstigen Konditionen, die in den Folgejahren zurückzuzahlen waren."

    Man lese den ganzen Wik.-Artikel, aus dem hervorgeht, dass die SED niemals die Absicht hatte, ihre Vermögenslage auch nur aufzuklären.

  • 5
    3
    Neideiteln
    07.05.2021

    @Freigeist14:
    Sie können mir bestimmt eine offizielle Quelle nennen, wo ich das nachlesen kann, was Sie hier behaupten? Und zwar bitte eine, die nicht von der LINKEN betrieben wird. Behaupten können wir nämlich hier alle eine ganze Menge, ob es aber der Wahrheit entspricht, wage ich doch sehr zu bezweifeln.

    Warum hat die SED 1990 nicht einfach die Möglichkeit genutzt, sich aufzulösen? (wie z. B. die FDJ?) Danach hätte eine neue Partei im Rahmen der freiheitlichen Grundordnung gegründet werden können - die SPD hat sich ja schließlich im Osten auch neu gegründet. Auf diese Weise müsste man sich heute nicht mehr mit der Rechtsnachfolge der SED herumschlagen. In diese Lage hat sich die LINKE doch ganz allein selbst gebracht.

    Man kann nicht eine Rechtsnachfolge antreten, nachher aber für nichts mehr verantwortlich gemacht werden wollen.

  • 6
    3
    Freigeist14
    07.05.2021

    Neideitel@ Man muss kein Linken -Mitglied sein um Ihre alternative Wahrheit oder anders : aufgewärmten Legenden zu disliken. Die Linke ist Rechtsnachfolger der SED - wie soll ein plötzliches Aufheben nach 30 Jahren gehen ? Unsinn ,daß zum Vorwurf zu machen . Am 14.Mai 1992 verzichtete die Partei notariell bekunde´t auf sämtliche Auslandsvermögen der SED .Und außerdem wurde 1995 ein Vergleich zwischen der PDS und dem Bundesinnenministerium unterstellten "Unabhängigen Kommission zur Überprüfung des Vermögens der Parteien u. Massenorganisationen der DDR " geschlossen - nachdem das Finanzamt 1994 die PDS mit einer 67-Millionen -Forderung das Lebenslicht ausblasen wollte .4 Immobilien blieben der Partei (u.a. das Karl-Liebknecht-Haus Berlin ). Geldvermögen erhielt die Partei nicht zurück . Blank - aber nun mit Rechtssicherheit .

  • 3
    7
    Neideiteln
    06.05.2021

    Lesen nur Mitglieder der LINKEN die "Freie Presse" - oder was ist das Problem an meinem Kommentar?

    Die Wahrheit muss man schon vertragen können.

  • 5
    9
    Neideiteln
    06.05.2021

    Das darf nicht vergessen werden:
    "Der Reichenbacher Sozialdemokrat Kurt Schreiber engagierte sich weiter gegen die Einheitspartei. "Er wurde dafür im April 1947 verhaftet und von einem sowjetischen Militärtribunal zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt. "

    Ich finde es gut, dass SPD und LINKE nunmehr über diese Vergangenheit reden - und auch über ihr heutiges Verhältnis zueinander.

    Ein großes Ärgernis noch heute ist, dass die LINKE nach wie vor die Rechtsnachfolgerin der SED-PDS ist und noch immer vom "geretteten" Vermögen der SED profitiert, das eigentlich als Volkseigentum allen DDR-Bürgern gehörte. Von daher hat die LINKE noch immer für mich ein Legitimationsproblem.

    Richtig ist aber, dass viele, die sich heute in dieser Partei engagieren, mit der DDR nun gar nichts mehr zu tun haben, und dass auch ihre Anliegen in einer Demokratie Platz haben müssen.

    Darum ist es wohl an der Zeit, sich auch bei dieser Partei mit ihrer Geschichte abzufinden. Vergessen aber - nie!!