Mehr Geld: Rat sagt Nein

Muldenhammer erhöht Kultur GmbH-Zuschuss nicht

Muldenhammer.

Die Gemeinde- räte in Muldenhammer hat es erneut abgelehnt, die finanzielle Beteiligung der Gemeinde an der Kultur GmbH des Vogtlandkreises zu erhöhen. Der Anteil sollte von 29.700 auf 38.775 Euro steigen. Muldenhammer ist sogenannte Sitzgemeinde für Schaubergwerk Grube Tannenberg, welches die GmbH betreibt.

Begründet wird das Nein damit, dass man nicht weiß, welche zusätzlichen Belastungen durch die Coronakrise für die Betreibung der Deutschen Raumfahrtausstellung Morgenröthe-Rautenkranz entstehen. Aktuell gibt die Gemeinde dafür jährlich 25.000 Euro, Bürgermeister Jürgen Mann (Freie Wähler) befürchtet, dass es 2020 deutlich mehr ist. Derzeit ist die Schau zu, die Mitarbeiter sind in Kurzarbeit. Nach Pfingsten soll entschieden werden, wie es weitergeht. Mit Falkenstein, Grünbach, Ellefeld, Bergen, Neustadt, Werda ist Muldenhammer finanziell beteiligt am künftigen Geopark Sagenhaftes Vogtland. Mann betont immer wieder, dass sich die knapp 3000 Einwohner zählende Gemeinde nicht übernehmen dürfe.

Muldenhammer hatte bereits im Juli 2019 eine Erhöhung für 2020 abgelehnt. Die Kultur GmbH benötigte die Entscheidung für den Wirtschaftsplan 2021. Bis August 2020 müssen Zuschüsse über den Kulturraum beantragt werden. Von Markneukirchen, das wie Muldenhammer Einrichtungen der GmbH hat, will die GmbH 2021 einen Sitzgemeindeanteil von über 60.000 Euro. 2020 sind es 49.800 Euro. Der Stadtrat wird darüber laut Bürgermeister Andreas Rubner (parteilos) vor der Sommerpause entscheiden. (mit hagr)

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