Mehrere Festanlässe kommen zusammen

In Heinsdorfergrund gab es am Sonntag viel zu feiern. Die Gemeindeverwaltung und mehrere Vereine hat dafür viel aufgeboten.

Heinsdorfergrund.

Die Gemeinde Heinsdorfergrund hat am Sonntag eindrucksvoll gezeigt, dass Vereine und Organisationen die Grundlage des gesellschaftlichen Lebens im Ort sind. Gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung stellten die Ehrenamtler ein Radwegfest auf die Beine, das seinesgleichen sucht.

Anlass für das Fest war der 25. Namenstag der Einheitsgemeinde, die aus den Ortsteilen Unter- und Oberheinsdorf sowie Hauptmannsgrün besteht. Durch alle drei schlängelt sich der Radweg, an dem die einzelnen Stationen aufgebaut waren.


Das Ortsjubiläum war nicht das einzige, das am Sonntag gefeiert wurde. Der Traditionsverein Rollbock lud zum Siebenten Rollbockfest anlässlich des Starts des Rollbock-Personenverkehrs im Jahr 1909 ein. Viel Betrieb war auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Unterheinsdorf, die auf 145 Jahre zurückblicken kann. Dort waren viele Betätigungsmöglichkeiten für den Nachwuchs aufgebaut. Zur Unterstützung hatten sich die Feuerwehrleute den Kleintierzüchterverein zu Hilfe geholt, dessen Mitglieder einige Tiere mitgebracht hatten.

Mit Sitzgruppen belebt wurde ein sonst eher verwaister Platz: Der frühere Haltepunkt Unterheinsdorf, ein hübsch hergerichteter Platz mit Brunnen, Grünanlage und dem bahnhofstypischen Schild. Dort ließen sich die Besucher nieder und schauten auf das fröhliche Treiben vor dem Feuerwehrgerätehaus. Ähnlich war es beim Gemeindeamt, dessen Vorplatz sich der Heimatverein für seine Aktivitäten ausgewählt hatte. Dort war viel Zulauf, weil das Gemeindeamt gleichzeitig Wahllokal war. So wurden auch die auf die Veranstaltung aufmerksam, die sonst vielleicht sonntags zuhause geblieben wären. Als Spezialitäten hatten die Mitglieder des Heimatvereins Soljanka und Sauerkrautsuppe aufgefahren. "Sauerkraut, Rauchspeck, Sahne, Majoran", nannte Angelika Brandtner als Hauptzutaten. Aber am besten, man probiert selbst, fügte sie hinzu. Den Besuchern schien die Suppe geschmeckt zu haben. Gegenüber konnten die jungen Gäste Vogelhäuser und Nistkästen bauen. Das vorgearbeitete Material hatten sich die Vereinsmitglieder aus dem Natur- und Umweltzentrum Oberlauterbach geholt. Am Mittag hatten schon mehr als zehn Kästen den Weg in Gärten der Region angetreten, zusammen mit den Leuten, die sie zusammengebaut hatten. Am Stand von Nicky Westphal gab es allerhand zu lachen, als Ideen für die Fütterung von fleischfressenden Pflanzen entwickelt wurden. Zur schnellen Beseitigung größerer Fleischmengen sind sie jedenfalls nicht geeignet, aber trotzdem schön anzuschauen und einige von ihnen sogar winterhart und damit für den Garten geeignet.

Martina Schäfer führte die Besucher in die hohe Kunst des Erntekronebindens ein. Das Gerüst einer Krone stand dafür bereit, auch fertige Erntekränze. Womit der Heimatverein in diesem Jahr beim Wettbewerb in Waldkirchen antritt, wollte sie jedoch nicht verraten. "Das ist geheim, das zeigen wir nicht vorher", sagte sie.

"Die Resonanz ist gut, die Leute sagen alle, das ist eine gute Idee und es ist toll, was ihr auf die Beine stellt", erklärte Werner Georgi, der mit am Stand des Sanitätsvereins Nothilfe von Robert Georgi war. Besucher des Festes kamen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder per Auto, um sich Stempel an den einzelnen Stationen zu holen. Auf dem Weg waren noch der Sportverein, Kindergärten und Grundschule, Wehr und Feuerwehr-Carnevalsverein sowie Dorfclub Hauptmannsgrün, die Oberheinsdorfer Wehr und der Verein für offene Jugendarbeit vertreten.

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