Metallbau-Unternehmen will investieren

Die von Patrick Weber geführte Firma beliefert vor allem Auftraggeber aus der Region. Auch Traditionsobjekte werden hergestellt.

Neumark/Schönbach.

Die Metallbau Weber GmbH, ansässig am Waschteich in Reuth, hat 1999 ein Grundstück an der Reuther Straße in Schönbach gekauft und eine Außenstelle errichtet. Heute produzieren dort die Metallwaren Weber GmbH und die LKS Weber, beides Unternehmen, die von Patrick Weber geführt werden. Wo bis 1991 in mehreren kleinen Hallen mit Maschinen die Ausnäherinnen der Vogtlandstoffe für Qualitätsstoffe sorgten, entstand ein moderner Betrieb, der Zulieferer für viele Unternehmen in der Region ist. 2003 wurde dafür eine Halle umgebaut, 2008 und 2013 kamen neue Hallen dazu. Jetzt steht wieder eine Investition an. Die Bauvoranfrage liegt in der Baubehörde des Landratsamtes zur Bearbeitung. Im Neumarker Gemeinderat wurde die Bauvoranfrage positiv beschieden.

Patrick Weber blickt voraus: "Unsere Hauptauftraggeber sind regionale Firmen. Wenn eines dieser Unternehmen wächst, müssen wir mitwachsen." Falls alles gut geht, steht 2018/19 das neue Bauvorhaben an. Dann soll ein Teil der Altbauhalle weggerissen und durch eine neue ersetzt werden. Die jetzige Freifläche wird überdacht und kommt dadurch einem Innenraum gleich. So kann das Material geschützt vor dem Wetter gelagert werden. Im vorderen Teil der Halle werden Sozialräume gebaut, weil die jetzigen dem Standard nicht mehr entsprechen. Die übrige Fläche dient der Produktion. Investitionen waren nach Aussage von Patrick Weber eine Auflage der Treuhand-Gesellschaft, die das Grundstück veräußert hat. Daran habe man sich gehalten. 4,5 Millionen Euro wurden bisher in den Standort investiert. 1,5 Millionen und zwei bis zehn weitere Arbeitsplätze zu den vorhandenen 30 sind geplant.

Das Unternehmen bietet Blechbearbeitung an, vom Einzelzuschnitt für den kleinen Schlosser, der ein Geländer baut, über Teile für Trafogehäuse bis zur Kleinserie für die Automobilindustrie. Auch Hallen kann das Unternehmen bauen. Und was kaum einer weiß: Metall-Schwibbögen, die im Außenbereich aufgestellt werden können, mit einer Breite bis vier Meter, sind im Angebot.

In den vorhandenen Hallen stehen modernste Maschinen, darunter ein Schweißroboter und eine Laserschneidanlage. Im vorigen Jahr kam noch eine CNC-Dreh- und Fräsmaschine sowie eine Strahlanlage dazu, sodass die Komplettbearbeitung Fräsen, Drehen, Strahlen möglich wurde. 90 Prozent der Aufträge kommen von Kunden aus dem Umkreis von 40 Kilometern. Was Webers in der Region bekommen können, kaufen sie auch hier ein, versichert der Firmenchef.

Patrick Weber: "2004 haben wir mit einem Umsatz von 244.000 Euro angefangen. Im vergangenen Jahr hatten wir 4,2 Millionen Euro in beiden Unternehmen." Zum Vater-Unternehmen bestehen enge Kontakte. Von dort kommen auch manchmal die Lehrlinge, wie beispielsweise Christian Ostertag, der nun 13 Jahre in der Firma ist. "Arbeitskräfte sind das größte Problem, aber ich denke, das Handwerk ist wieder im Kommen", meint der Unternehmer, der selbst Stahlbauingenieur und ein Eigengewächs der Firma des Vaters ist. Er hat erkannt, dass er seinen Beschäftigten etwas bieten muss. Neben gutem Lohn sind das Vergünstigungen wie ein bezahlter Kindergartenplatz, Kilometergeld, Tankgutscheine, Arbeitsbekleidung inklusive Waschservice und Urlaubsbeihilfe. Auch Getränke am Arbeitsplatz oder eine zusätzliche Krankenversicherung, die bei Zahnersatz oder einer Brille einspringt, und auch bezahlte Massagen werden möglich gemacht.

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