Millionen Euro für Schlossberg

Plauen erwägt frühere Freigabe der Terrassen

Plauen.

Normalerweise nutzen Plauener scharenweise solche Gelegenheiten. Die am Samstagvormittag von Stadtverwaltung Plauen und Bergknappenverein gebotenen Führungen am Schlosshang waren jedoch von Dauerregen begleitet. Ins Wasser fiel der bundesweite Tag der Städtebauförderung trotzdem nicht. Immerhin wollten sich gut 100 Besucher informieren.

Dank seiner Nutzung für die Berufsakademie (BA) und dank sprudelnder Förderquellen kehrt eine historisch wertvolle und landschaftlich reizvolle Ecke in Plauen ins städtische Bewusstsein zurück. Kerstin Wolf, Fachbereichsleiterin Bau und Umwelt im Plauener Rathaus, schätzt die Zustimmung für das Projekt in der Stadt auf 98 Prozent. Bis Frühjahr 2021 soll alles fertig sein. Die Plauener müssen offenbar nicht so lange warten: "Eine vorfristige Freigabe wird erwogen", sagte Kerstin Wolf. Dazu müsste der Zugang zum nächsten Bauabschnitt abgeriegelt werden. Mit ihrem Mitarbeiter Steffen Ullmann und Bergknappen-Chef Gert Müller führte sie die Gäste über den Schlossberg.


Oben hat der Freistaat das alte Amtsgericht für 14 Millionen Euro saniert und an die Berufsakademie übergeben. Im nächsten Schritt entsteht ein Multifunktionsbau für die BA. Der Schlosshang ist indes Sache der Stadt. 5,1 Millionen Euro kosten die drei Bauabschnitte unterm Strich. Eine besondere Herausforderung war die mit Klinkern verkleidete Betonwand am Bergwerkszugang. Wie Steffen Ullmann berichtete, musste sie tief im Fels verankert werden. Und jener Zugang soll, so wie erhofft und geplant, ein Gebäude mit begrüntem Dach erhalten. Dieses Foyer soll für Veranstaltungen der Bergknappen dienen. Schon jetzt bietet der Verein 150 Events jährlich, Tendenz steigend. (ur)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...