Museum zeigt neue Schusterstube

Einrichtung in Lengenfeld ab Sonntag wieder offen

Lengenfeld.

Das Lengenfelder Stadtmuseum öffnet am Sonntag nach wochenlanger Corona-Schließung wieder von 14 bis 17 Uhr seine Pforten für Besucher. Erstmalig können Besucher das Schusterzimmer in Augenschein nehmen. Thomas Petzoldt vom Förderverein nutzte die Schließzeit, um das Zimmer zu gestalten. "Wir zeigen historisches Werkzeug, fertige sowie halbfertige Schuhe aus verschiedenen Werkstätten aus Lengenfeld aus der Mitte des letzten Jahrhunderts", erklärt Museumsleiter Michael Heuck.

Um das Hygienekonzept einhalten zu können, ist nur etwa die Hälfte der Ausstellungsfläche begehbar, darunter aber die wichtigsten Räume des Hauses, so die schwarze Küche im Obergeschoss und die Bohlenstube. "Die sehr gut erhaltene schwarze Küche ist schon deswegen etwas besonders, weil sie davon zeugt, dass in dem Haus früher reiche Färber oder Tuchmacher wohnten, denn schon damals konnten es sich nur Wohlhabende leisten, im Obergeschoss eine zweite Küche einzurichten." Schwarz von Ruß seien in der Küche vor allem die Wände vom damals gebräuchlichen offenen Feuer, erklärt Heuck.

Die Blockbohlenstube sei der vermutlich älteste Raum des Hauses, der etwa um 1600 entstand. Dieser Raum dokumentiert die Geschichte der Tuchmacherinnung. In weiteren Ausstellungsräumen können sich Besucher über die Siedlungsgeschichte informieren oder etwas über die Entwicklung von Handel und Verkehr in ihrer Stadt erfahren.

Das Hygienekonzept als Voraussetzung für das Öffnen der Museumstüren sieht unter anderem vor, dass sich nur maximal zehn Besucher gleichzeitig im Haus aufhalten dürfen. Führungen seien nicht erlaubt, so Heuck. (sia)

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