Nachwuchsreporter haken beim Thema Elektro-Auto nach

Reichenbacher Gymnasiasten nutzten die Chancen des Projekt "Zeitung im Unterricht". Eine der Lektionen: Auch für Journalisten gelten Regeln.

Reichenbach.

Mit Theorie und technischen Details hielt sich Yannik Petzold erst gar nicht auf. "Wo gibt es hier die nächste Ladesäule?", fragte der Achtklässler am Reichenbacher Goethe-Gymnasium an die Adresse von Lutz Richter. Dieser, ein Mitarbeiter des Energieunternehmens Envia M, war am gestrigen Freitag mit einem Elektroauto ins Vogtland gekommen, um Yannik und seinen Klassenkameraden alle Fragen rund um das Fahrzeug zu beantworten.

Das Ganze war sehr viel mehr als bloß eine Extra-Schulstunde in angewandter Physik. Envia M und "Freie Presse" veranstalten gemeinsam das Projekt "Zeitung im Unterricht" (ZimU). In diesem geht es darum, den Schülern zu vermitteln, wie eine Zeitung aufgebaut ist, wie sie entsteht - und natürlich auch, wie Journalisten arbeiten. Dies alles hatten sie sich in den vergangenen Wochen mit ihrer Lehrerin Katrin Menge als theoretisches Wissen erarbeitet. Lutz Richter stellte sich den Nachwuchsjournalisten quasi als Sparringspartner zur Verfügung, damit die Jugendlichen diese Kenntnisse in die Praxis umzusetzen können. Und so standen die Achtklässler gemeinsam mit Richter im Hof des Schulstandorts Friedensschule um das Elektroauto herum und hatten die Chance, den Envia-M-Mitarbeiter zu löchern. Steve Schädlich wollte beispielsweise wissen, wie das Lithium aus den Batterien entsorgt wird. Jannik Strohbach war mehr an der Reichweite des Fahrzeugs interessiert. Lehrerin Katrin Menge freute sich über die Nachfragen ihrer Schüler. Und darüber, dass diese selbst die heiklen rechtlichen Stolpersteine mit Bravour gemeistert haben. "Zwei hatten extra gefragt, ob wir Fotos machen dürfen", so Menge. Jemanden ohne seine Einwilligung zu fotografieren und die Bilder zu veröffentlichen, dies ist normalerweise verboten. Von dieser Regel gibt es nur sehr spezielle Ausnahmen.


Auch Ellen Haunstein, bei Envia-M für Marketing zuständig, ist zufrieden. "Medienkompetenz ist gerade in der heutigen Zeit sehr wichtig", sagte sie. Schon allein deshalb sei ZimU eine gute Sache. Ein gewisses Eigeninteresse von Envia M sei natürlich auch dabei, räumte sie ein. Haunstein: "Wir würden uns freuen, einige der Schüler als Azubis wiederzusehen."

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