Netzschkau verkauft zwei Grundstücke

Preis pro Areal liegt bei einem Euro

Netzschkau.

Der Netzschkauer Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung den Verkauf von zwei Grundstücken an der Mylauer Straße an ein Unternehmen in Ober-Ramstadt beschlossen. Die Areale befinden sich in unmittelbarer Nähe zum Industriestandort der Firma DAW SE/Lithodecor, die seit Jahren Interesse an einer Erweiterung ihrer Flächen hegt.

Die Grundstücke waren zuvor im Stadtanzeiger ausgeschrieben. Es gab nur diesen einen Bewerber dafür, der jeweils einen Euro pro Grundstück geboten hat. Das entspricht nach Aussage von Bürgermeister Mike Purfürst (Gewerbeverein) auch dem Wertgutachten. Der Stadtchef sagte: "Der Preis wurde auf einen Euro festgesetzt, da hohe Folgekosten zu erwarten sind." Er ist froh, dass das Unternehmen auch Einigungen mit weiteren Eigentümern erzielt hat, sodass die Erweiterung möglich wird. Die Alternative wäre der Rückzug des Unternehmens aus Netzschkau und damit der Verlust eines weiteren Gewerbesteuerzahlers nach Nicotra Gebhardt gewesen.

Die mehrheitlich unbewohnten Häuser an der Mylauer Straße sollen abgebrochen werden. Dafür gab es schon einmal ein gefördertes Projekt, das im Stadtrat beschlossen war, jedoch an den Eigentümern der Grundstücke scheiterte. Ein Teil des Geländes wird für die Verlegung des Limbaches benötigt. Die wurde bereits 2006 beschlossen, jedoch immer wieder verschoben. Der Bürgermeister sagte: "Jetzt soll es bald losgehen. Die Landestalsperrenverwaltung hat Mittel freigegeben."

Beim Hochwasser im Jahr 2013 war es durch den Rückstau des Limbaches, der gegen den Strom in die Göltzsch fließt, zu Schäden in Netzschkau gekommen. (pstp)

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