Neuer Markt zum Einkaufen für Lengenfeld

Edeka bleibt der Platzhirsch - Diska soll umziehen

Lengenfeld.

Das Rätselraten um das Bauvorhaben an der Zwickauer Straße in Lengenfeld hat ein Ende. Die Katze aus dem Sack ließ am Montag zur Sitzung des Technischen Ausschusses der städtische Bauamtsleiter Dirk Brandt. Er stellte das Projekt eines Bauträgers vor, der für den Unternehmensverbund Edeka einen neuen Markt bauen will. In den soll später die Diska-Filiale umziehen. Damit bleibt der Einzelhandelsriese Platzhirsch in Lengenfeld.

Edeka betreibt bisher an der Zwickauer Straße einen Supermarkt, geführt von einem selbstständigen Händler, den Markt der Generationen. Daneben befindet sich der ebenfalls von Edeka betriebene Discounter Diska, der in das neue Gebäude einziehen soll. Brandt nannte die Eckdaten für den Neubau: Streifenfundament, Stahlkonstruktion, Ausfachung mit Mauerwerk, 800 Quadratmeter Verkaufsfläche. Ein Verkaufsraum für einen Bäcker und einen Fleischer soll am Eingang entstehen. Das Gebäude, in dem der Diska-Markt derzeit untergebracht ist, soll in vier Mieteinheiten aufgeteilt werden. Weitere Einzelhandelsgeschäfte seien im Altbau denkbar. Auf dem Gelände des alten und des neuen Diska entstehen 129 Parkplätze. Mit dem Neubau verschwindet die alte Baugrube direkt an der Zwickauer Straße, die mancher Passant als störend empfand. Die alten Bäume bleiben erhalten.

Die Rahmenbedingungen für das Bauvorhaben schafft die Stadt durch Aufhebung der Einzelhandelssatzung, die zur Steuerung der Verkaufsfläche gedacht war. Rechtliche Bedenken führten kürzlich zum Aufheben dieser kommunalen Gesetzgebung. Einem Bauantrag stehe nichts mehr im Wege. Kristin Hinkeldei vom städtischen Bauamt erklärte dazu: Das geplante Gebäude befinde sich im Innenbereich, in einem Mischgebiet. Da es sich laut gesetzlicher Auslegung um kleinflächigen Einzelhandel handelt, reiche ein gewöhnlicher Bauantrag. Als kleinflächig sei Einzelhandel anzusehen, wenn die Verkaufsfläche unter 1200 Quadratmetern bleibe. Ein Zusammenzählen einzelner Verkaufsflächen erfolge nicht, da jedes Geschäft eigene Räume habe und ohne Beeinträchtigung der Nachbarläden öffnen und schließen könne. Laut Rechtsprechung sei von einzelnen Funktionseinheiten die Rede.

Die Mitglieder des Ausschusses stimmten dem Bauantrag zu. Als nächste Instanz beschäftigt sich die Baubehörde des Landkreises damit. Sie ist die Genehmigungsbehörde.

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