Neumarker Schützen setzen auf neue Technik

Die unter Mithilfe von Vereinsmitgliedern erbaute Halle soll künftig ohne Pulver und Blei sportlich genutzt werden. Für die Lichtschießanlage muss jedoch noch Geld her.

Neumark.

Mit ihrem Schützenfest haben die Neumarker Schützen gleichzeitig ihre neue Schießhalle eingeweiht. Bereits im vergangenen Jahr, als das 150-jährige Bestehen des Vereins gefeiert wurde, stand das aus Holz gefertigte Gerippe der Halle. Damals waren die Seitenwände noch offen. Diesmal konnte in dem zwölf mal zwölf Meter großen, geschlossenen Raum gefeiert werden.

Regen oder Kälte wären kein Problem gewesen, denn das Holzgebäude hat Fenster und Rolltore auf beiden Seiten. Allerdings plagte die Gäste am Samstag eher die Wärme, deshalb war alles offen.

Schießhalle ist noch nicht ganz der passende Begriff, denn Schießen kann man in dem Raum noch nicht. Vereinschef Werner Rabe sagte dazu: "Wir müssen uns erst vom Bau finanziell erholen und Geld für die Schießanlage ansparen."

Er schätzt, dass rund 5000 Euro für die Lichtschießanlage notwendig sind, die ihren Platz in der Halle finden soll. Überhaupt sei der Bau nur zustande gekommen, weil viele Mitglieder handwerklichen Berufen nachgehen. Peter Sack, der auch die Idee für das Haus hatte, kümmerte sich um die Holzarbeiten, Jens Schäfer um das Dach und Matthias Zimmermann um die Elektroinstallation. Dadurch habe der Verein vieles zum Selbstkostenpreis stemmen können. Durch die neue Halle fällt der leidige Zeltaufbau bei Veranstaltungen weg, für den die Schützen stets jede Menge an Zeit und Kraft gebunden hatten.

Mit der Lichtschießanlage will sich der Verein auf den aktuellen Trend einstellen. Die Anlage funktioniert mit Beamer und Kamera. "Geschossen" wird ein Lichtpunkt. Verletzungen sind ausgeschlossen. Dadurch entfallen die sonst notwendigen strengen Sicherheitsvorkehrungen. Auf der Anlage dürfen auch Jugendliche schießen, denen der Gebrauch einer scharfen Waffe verboten ist. Außerdem können sowohl jagdliche als auch sportliche Szenen projiziert werden. Der Raum kann zudem für alle möglichen Zwecke weiter genutzt werden. Der Verein verfügt noch über eine 100-Meter-Kleinkaliber-Bahn unter dem Schützenhaus an der Zwickauer Straße.

Zur Einweihung waren auch zwei Schützenvereine aus Fraureuth, der Schützenverein Greiz 1980, der Adorfer Schützenverein, die Schützengesellschaft Lengenfeld und die Privilegierte Bürgerschützengesellschaft zu Reichenbach gekommen.

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