Oberneumarker Straße ohne kompletten Fußweg

Eine Diskussion in Neumark um die Notwendigkeit von Gehwegen an der Trasse ist entbrannt. Nun ist ein Beschluss da.

Neumark.

Der Gemeinderat Neumark stimmte dem Vorentwurf für den Ausbau der Oberneumarker Straße zu: Die Kreisstraße soll auf einer Länge von 1432 Metern ausgebaut werden.

Dem Beschluss waren Äußerungen von Bürgern vorausgegangen, die kontroverse Meinungen vertraten. Während einige für einen neuen Entwurf plädierten, der Fußwege entlang der kompletten Straße vorsieht, sagte ein Anwohner, dass das von einigen Grundstückseigentümern nicht gewünscht sei. Die Diskussion würde lediglich den Bau verzögern, auf den die Anwohner seit 30 Jahren warten. "Kein Mensch braucht dort einen Fußweg", sagte er. Der erste Vorentwurf wurde im Juni 2017 vorgestellt. Damals waren die Planer noch davon ausgegangen, dass es eine Förderung nur gibt, wenn ein kompletter Fußweg gebaut wird. Das scheiterte jedoch an Eigentümern, die dort große Grundstücke besitzen. Sie hätten dann Anliegerpflichten wie den Winterdienst übernehmen müssen. Außerdem hätten weitere Grundstückskäufe getätigt werden müssen, für die aufgrund des wachsenden Aufwandes keine Bereitschaft seitens der Eigentümer vorlag. Die Straße hätte dann nicht gebaut werden können.

Inzwischen gibt es eine modifizierte Planung. Statt dem Fußweg wird es an einigen Stellen ein 1,5 Meter breites Bankett geben. Bisher sind auf dem kompletten Ausbaubereich keine Fußwege vorhanden. Die Straßenbeleuchtung ist teilweise mangelhaft.

Die Gemeinderäte stimmten dem Vorentwurf mehrheitlich zu. Mit diesem Papier will das Landratsamt Fördergeld für die Kreisstraße erhalten. Die Gemeinderäte beschlossen, für den Anteil der Gemeinde 205.000 Euro an Eigenmitteln in den Haushalt 2021 einzustellen. Das sind für den Neumarker Anteil am Straßenbau 20 Prozent Eigenmittel bei 80-prozentiger Förderung. Die Verwaltung soll die Erneuerung der Straßenbeleuchtungsanlagen im Ausbaubereich vorbereiten. Die Gesamtbaukosten sind inklusive Planungsleistungen mit 3,43 Millionen Euro veranschlagt. 130.000 Euro davon sind Grunderwerbskosten. 78,6 Prozent davon fallen auf den Vogtlandkreis.

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