Ohser begeistert Neuber-Schüler

E.o.plauen inspiriert mit seinen Vater-Sohn-Geschichten Generationen. In Reichenbach bereichert das Werk des Zeichners den Unterricht - dank einer Wanderausstellung.

Reichenbach.

Seit vier Jahren gibt es "e.o.plauen auf Reisen". Und seit vier Jahren ist dieses Angebot der gleichnamigen Galerie im Vogtland top gebucht. "Die Anmeldungen reichen bis 2022", sagt die pädagogische Galerie-Mitarbeiterin Anke Kunzendörfer und nennt den Grund für diese fruchtbringende Kooperation unter der Überschrift "Museum trifft Schule": Die mit Geldern des Kulturraums und der Sparkasse geförderte Wanderausstellung verkürzt den Weg zum Kennenlernen des genialen Zeichners. "Unsere auf Erich Ohser und sein Werk kindgerecht zugeschnittenen Materialien stehen längere Zeit in den Schulen zur Verfügung. Außerdem bin ich an zwei Projekttagen vor Ort. So lässt sich Ohser ganz anders näherbringen. Und das lohnt sich, denn er ist einer, der auch jüngere Generationen inspirieren kann."

Und das tut er. Zum Beispiel in der Reichenbacher Neuber-Grundschule. Dort haben seit Anfang des Monats die Ausstellung zu Leben und Werk des Zeichners sowie zahlreiche andere Arbeitsmaterialien den Deutsch-Unterricht der Dritt- und Viertklässler bereichert. Zum Abschluss des von Schulleiterin Ines Geyer fächerübergreifend interpretierten Themenmonats steht am Freitag der Besuch der Galerie e.o.plauen in der Spitzenstadt an. "Das Projekt ist ein voller Erfolg. Die Kinder sind begeistert, haben Zugang zu Erich Ohser bekommen und das auch sehr kreativ in den Werk- und Kunstunterricht einfließen lassen", sagt Ines Geyer.

Ganz speziell auf die Fähigkeiten der Kinder in Deutsch hat Erich Ohser in diesen vier Wochen nachhaltig Einfluss genommen. Haben die Lehrer doch das Thema "Geschichten schreiben" am Gegenstand e.o.plauen durchbuchstabiert. Anregungen dazu fanden die Schüler dabei nicht nur in den ob ihrer zeitlosen wie genialen Bildersprache wegen weltweit geschätzten Vater-und-Sohn-Bildgeschichten. Aus den Kreativ-Kisten der Wanderausstellung holten die Kinder zudem Fehlersuche-Bilder, ein Quiz, Puzzle-Geschichten oder Anregungen zum Basteln von Vater-Sohn-Masken oder zum Zeichnen eigener Storys.

"Das alles hat es erleichtert, den wichtigen emotionalen Zugang zu finden", berichtet Anke Kunzendörfer. Dieser fand seinen Ausdruck dann in verbesserten Fähigkeiten, das Gedachte auch verständlich ausdrücken zu können", bestätigt die Schulleiterin ein gewachsenes Vermögen, sich aus einem erweiterten Wortschatz schneller und treffender bedienen zu können. "Die Schüler haben auf dieser Basis auch besser eigene Geschichten erdenken und aufschreiben können. Wenn wir noch einmal diese Möglichkeit hätten, würden wir nicht nein sagen."

Denn ganz zum Nulltarif reist e.o.plauen nicht an. Die Kosten für das Projekt an sich sind dank der Förder- und Sponsorengelder zwar abgedeckt. Allerdings müssen die Schulen die nur im Pilotjahr 2015 kostenlose Fahrt in die Plauener Galerie bezahlen. Wer sich also für eine Projektteilnahme entscheidet, sollte diesen Posten im Blick haben.

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