Oldtimer wird flott gemacht

Der Feuerwehr-Traditionsverein lädt für 18. August zum Sommerfest nach Cunsdorf ein. Der Erlös fließt in die Restaurierung eines Löschfahrzeuges aus dem Jahr 1938.

Reichenbach.

Zum siebenten Sommerfest in der alten Feuerwache III am Friesener Weg im Ortsteil Cunsdorf lädt der 1. Feuerwehr-Traditionsverein Reichenbach für Samstag, 18. August, ein.

Vereinschef Matthias Pürzel: "Mit Kaffee und Kuchen geht es um 15 Uhr bei uns los." Der christliche Kindergarten "Goldene Kindersonne" sorgt für die Kinderbetreuung. Dazu kommt von der Dienstleistungsfirma der Lebenshilfe eine 14 Meter lange Hüpfburg in Form eines knallroten Trucks für Groß und Klein. Die Jugendfeuerwehr zeigt als Landesmeister 2018 eine Vorführung. Dazu gibt es einen Luftballwettbewerb mit tollen Preisen. Hauptpreis ist ein Tag für zwei Erwachsene und zwei Kinder im Freizeitpark Plohn. Für Speis' und Trank wird ebenso gesorgt wie für musikalische Umrahmung. Abends spielt ein DJ auf, und es werden coole Drinks serviert.

"Der Erlös des Sommerfestes soll helfen, ein Löschfahrzeug, Baujahr 1938, zu restaurieren", kündigt Matthias Pürzel an. Das Feuerwehrauto hat der Verein zusammen mit etlichen anderen im alten Schlachthof untergestellt. Alle zwei Wochen mittwochs und manchmal auch außer der Reihe kommen die "Schrauber" zusammen, um die alte Technik wieder aufzupolieren.

Der besagte Oldtimer war am 7. November 1939 in Reichenbach in Dienst gestellt worden und lief bis 1976 in der Wache I. Auf der Rückfahrt von einem Einsatz ging er damals kaputt. Fahrgestell und Motor stammen von der Klöckner-Humboldt-Deutz AG. Den Feuerwehraufbau fertigte die Firma Magirius, worauf auch das "M" mit dem Turm des Ulmer Münsters am Kühlergrill hinweist. Der Sechs-Zylinder-Motor mit 9123 Kubikzentimetern Hubraum brachte es auf 125 PS. Das Löschfahrzeug war ein sogenanntes LF 25. Das heißt, seine Pumpe förderte 2500 Liter pro Minute. Zum Vergleich: Zu DDR-Zeiten waren LF 16 mit 1600 Litern pro Minute Standard.

Anfang der 1990er-Jahre war das Fahrzeug außen und innen schon einmal im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme überholt worden. An Motor, Achsen und Getriebe wurde damals aber nichts gemacht. Den Motor lasse der Traditionsverein zurzeit in der Schafferus Zylinderschleiferei an der Zwickauer Straße in Reichenbach überholen, erklärt Matthias Pürzel. Er erhält neue Zylinder, neue Lagerschalen und eine neue Kurbelwelle. "Das können wir nicht selber machen", so der Vereinschef, der mit Kosten von rund 16.000 Euro rechnet.

Die Stadt unterstützt das Vorhaben. 10.0000 Euro muss der Verein aber selbst aufbringen. Ende des Jahres soll der Motor wieder eingebaut sein. Wann das Auto wieder rollt, ist noch offen.

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