Paracelsus-Führung startet Charme-Offensive

Die Klinikkette will mit Innovationen punkten. Die neue Führung rückt die Mitarbeiter und Patienten in den Mittelpunkt - und spricht von Verzahnung.

Reichenbach.

Jetzt ist es offiziell. Die Porterhouse Group AG ist mit dem heutigen Tag neuer Eigentümer der Paracelsus-Kliniken. Das Schweizer Familienunternehmen hat große Pläne mit der deutschlandweit aufgestellten Krankenhaus-Kette, die in Sachsen vier Akut-Kliniken und eine Reha-Klinik betreibt und das Ende 2017 angemeldete Insolvenzverfahren in Eigenverantwortung jetzt "erfolgreich abgeschlossen" hat, wie aus einer gestern verbreiteten Meldung hervorgeht. Umfassende Restrukturierungsmaßnahmen seien auf den Weg gebracht worden - inklusive Personalabbau, der in Sachsen Zwickau und insbesondere Reichenbach betraf. Das Unternehmen sei damit wieder stabilisiert worden.

Zugleich startet Paracelsus unter neuer Führung eine Charme-Offensive. Michael Philippi, neuer Vorsitzender der Geschäftsführung der Paracelsus-Kliniken, hebt das Engagement der Belegschaften hervor, "die in den vergangenen schwierigen Monaten immer für die Patienten da waren". Ebenso würdigt er "das Vertrauen unserer Patienten". Beides zusammen habe die Basis für die Zukunft gelegt, erklärt Philippi.

Gemeinsam mit den Mitarbeitern soll Paracelsus "zu der Gesundheitsmarke in Deutschland und in den Regionen" gemacht werden, die für Expertise, Qualität und Service steht. Philippi spricht von "Nachhaltigkeit, generationenübergreifendem Denken und unternehmerischem Verständnis". Die Bedürfnisse der Patienten sollen im Mittelpunkt stehen. Paracelsus soll wieder eine der innovativsten deutschen Krankenhausgruppen für Akutmedizin und Rehabilitation werden. An die Adresse der Mitarbeiter sagt er: "Wir wollen der Arbeitgeber der Wahl für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein." Im Dialog wolle man die Kliniken entwickeln. Neben dem neuen Chef Philippi bleibt Michael Schlickum Geschäftsführer der Osnabrücker Klinikkette. "In den kommenden Monaten werden wir uns zunächst vor allem auf die Stärken von Paracelsus fokussieren. Parallel hierzu möchten wir Paracelsus zu einem digitalen Leuchtturm-Unternehmen im deutschen Klinikwesen entwickeln." Dafür suche Paracelsus das Gespräch mit jungen Start-up-Unternehmen aus der digitalen Welt.

Regionaldirektor Lutz Möller sieht die Akutkliniken Adorf, Schöneck, Reichenbach und Zwickau als stark verzahnten Regionalverbund, der ein breites Leistungsspektrum anbietet. Möller hebt Aushängeschilder wie die Neurochirurgie und die Schmerzmedizin hervor - und die Verzahnung mit der ambulanten Versorgung. Wie sich die Verzahnung strukturell auswirkt, lässt Paracelsus offen.

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