Paracelsus kündigt Regionalchef

Begründung: Klinikkette stellt Management neu auf

Reichenbach.

Die Paracelsus-Klinikkette hat überraschend dem für die westsächsischen Häuser zuständigen Regionaldirektor Lutz Möller gekündigt. Diese jetzt im Reichenbacher Krankenhaus durchgesickerte Personalie machte rasch die Runde und löste Spekulationen aus, wonach Möller Opfer persönlicher Auseinandersetzungen gewesen sein könnte. "Das ist definitiv nicht so. Es gibt bei uns keine Spielchen", sagte gestern Ralph Pleier, Verwaltungschef der Paracelsus-Klinik Zwickau, auf Anfrage.

Die Demission Möllers habe vielmehr mit einer neuen Aufstellung des Managements im Konzern und damit auch in den Akutkliniken Adorf, Schöneck, Reichenbach und Zwickau zu tun. Demnach treibe Osnabrück in der nach dem Kauf der Kette durch die Schweizer Porterhouse Group AG "gut vorankommenden Konsolidierungsphase" eine stärkere Kooperation und Verzahnung der Häuser voran. Dazu gehöre es, "in der Verwaltung kürzere Entscheidungswege zu haben und schneller zu werden", sagte Pleier. Deshalb entfalle die Ebene der Regionaldirektoren komplett und ersatzlos und betrifft im Konzern mehrere solcher Stellen.

Die Stelle des Verwaltungsdirektors in Schöneck/Adorf, die Möller ebenfalls innehatte, übernehmen vorübergehend Ralph Pleier und Sven Hendel, der seit Anfang des Monats Verwaltungsdirektor der Reichenbacher Klinik ist. Pleier: "Wir werden jetzt von einer Gruppe von Krankenhäusern zu einer wirklichen Krankenhausgruppe." (gem)

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