Peter Tillack berichtet über Reisen nach Russland

Wissenschaftler hält einen Vortrag für Verein Aqua et Natura

Reichenbach.

Der Vortrag "Mein Russland" von Peter Tillack im Vortragszentrum des Vereins Aqua et Natura im Alten Wasserwerk im Park der Generationen in Reichenbach fand mehr als 90 Teilnehmer aus dem gesamten Vogtland. Angesichts des historisch schwierigen Verhältnisses verwies der Referent auf die aktuelle Bedeutung guter nachbarschaftlicher Beziehungen, denen er sich nach mehr als 50 Aufenthalten in Russland verpflichtet fühlt.

Eine erste Begegnung mit der russischen Sprache hatte der Achtjährige 1945. In seiner späteren Tätigkeit als Professor für landwirtschaftliche Betriebslehre an der Universität Leipzig wurde Russisch zur Kontaktsprache bei dienstlichen Aufenthalten im sozialistischen Ausland. Als mit der Wende von 1990 die Agrarfakultät der Uni Leipzig geschlossen wurde, fasste Tillack im neu gegründeten Institut für Agrarentwicklung in Mittel- und Osteuropa in Halle wieder Fuß.


Im Lehrstuhl Landwirtschaftliche Betriebslehre erhielt er die Aufgabe, den Transformationsprozess der sozialistisch orientierten Landwirtschaft hin zu einer marktorientierten Landwirtschaft in den "Ostblockländern" wissenschaftlich zu begleiten. Ab 2004 betreute Tillack ein Agrarpolitik-Projekt der EU, bei dem es um die Vermittlung von Erfahrungen der EU-Agrarpolitik gegenüber dem russischen Landwirtschaftsministerium ging. Er reiste viel nach Russland. Das war, alles in allem, eine sehr schöne Zeit, so Tillack. Er habe viel gesehen: die Tretjakow-Galerie, das Puschkin-Museum, viele Klöster, das Bolschoj-Theater. In dieser Zeit baute sich viel Sympathie für Russland und die Russen auf.

In den Jahren von 2007 bis 2009 wirkte er im Aufsichtsrat der russischen Unternehmensgruppe Euroservice SPB mit. Diese Unternehmensgruppe war der größte Importeur von Geflügelfleisch und der drittgrößte Zuckerproduzent. Von 2012 bis 2016 wirkte er an einem Projekt mit, bei dem es um die Bodennutzung in Sibirien ging. Abschließend schätzte er ein, in Russland nicht nur eine sehr schöne Zeit erlebt zu haben - er konnte auch wissenschaftlich viel bewegen.

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