Politiker als Patient: Höllrich lobt Paracelsus

Personalknappheit führt zu Wartezeit - Tipp: "Ein gutes Buch mitnehmen"

Reichenbach.

Der Reichenbacher Kommunalpolitiker Thomas Höllrich (Die Linke) bricht eine Lanze für die Paracelsus-Klinik und das zugehörige Medizinische Versorgungszentrum (MVZ). Die Schwestern: "immer freundlich und zuvorkommend". Die Ärzte: "trotz aller Belastungen aufmerksam und fachkundig". Der Kreisrat, Stadtrat und Vize-Bürgermeister in Reichenbach musste sich aufgrund einer starken Entzündung am Bein am 12. August in die Notaufnahme begeben. Doch er hat dort andere Erfahrungen gemacht als ein Reichenbacher Patient, der sich vorige Woche beklagt hatte, weil er lange warten musste und dann sozusagen im Behandlungszimmer vergessen wurde (Samstag-Ausgabe: "Nach dem Urlaub Ansturm auf Praxis").

Thomas Höllrich musste sein entzündetes Bein nach der Notfall-Behandlung in der Folgewoche dreimal im MVZ behandeln lassen. Dabei sei er auch Zeuge des Disputs zwischen einem Patienten und den MVZ-Mitarbeiterinnen geworden. Nahezu alle im Wartezimmer haben sich nach den Beobachtungen des Kommunalpolitikers in die Warteschlange eingereiht. "Und das - entgegen der Natur der Vogtländer - geduldig", berichtet er. Der einzige ungeduldige Patient sei freundlich auf die Überlastungssituation hingewiesen worden. Höllrichs Rat an andere Patienten: "Ich empfehle, ein gutes Buch mitzunehmen."

Sein Urteil fiel, trotz des großen Ansturms von Patienten, rundherum gut aus. Aber: Die infolge der inzwischen überstandenen Insolvenz ausgelöste Diskussion um Schließung oder Verkleinerung der Paracelsus-Klinik und des MVZ "geht am Bedarf der Stadt Reichenbach völlig vorbei", betont Höllrich. Daher danke er auch allen Bürgerinnen und Bürgern, die sich für den Erhalt eingesetzt haben. Nach diesen Erfahrungen meint Höllrich: "Wir brauchen das Krankenhaus mit Notaufnahme und MVZ." Und nur "mehr medizinisches Personal" könne die Lage entspannen.

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