Problem für Kita-Kind aus Thüringen

Neumarker Gemeinderat will es nicht aufnehmen

Neumark.

Dürfen Kinder aus Thüringen eine Kindertagesstätte in Neumark besuchen? Über diese Frage wurde auf der jüngsten Sitzung des Gemeinderats diskutiert. Dabei ging es nicht darum, ob in der Kita genug freie Plätze vorhanden wären. Knackpunkt waren vielmehr die Betriebskosten, die die Gemeinde für jedes betreutes Kind zuschießt. Denn die Gebühren, die die Eltern monatlich zahlen, sind bei Weitem nicht kostendeckend.

Bei Kindern aus Sachsen spielt das keine Rolle. In diesem Fall springt der Heimatort der Eltern ein und überweist den Betriebskostenanteil nach Neumark. Bei Kindern aus einem anderen Bundesland ist dies dagegen nicht automatisch der Fall. Im konkreten Fall ging es um eine Mutter, die in Mohlsdorf-Teichwolframsdorf wohnt und die ihr Kind in einer Neumarker Kita anmelden wollte. Mohlsdorf-Teichwolframsdorf ist nicht bereit, den Betriebskostenanteil zu übernehmen. "Das würde für unsere Gemeinde zusätzliche Kosten von rund 750 Euro im Monat bedeuten", sagte Bürgermeister Sven Köpp (FDP).

Dieser Betrag war den Gemeinderäten zu viel. Außerdem sei der Mutter offenbar eine Betreuungsmöglichkeit in ihrem Heimatort angeboten worden. Einen Beschluss fassen, laut dem Kinder in so einem Fall generell an keiner Neumarker Kita aufgenommen werden, wollte der Gemeinderat allerdings nicht. Jeder derartige Fall soll einzeln abgewogen werden. (nie)

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