Radstraße: Thema wird in Ausschuss diskutiert

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Gegner von Plänen zur Abstufung erreichen Ziel - trotz gescheiterter Petition

Mylau/Greiz.

Die jüngst öffentlich gewordenen Pläne zur Abstufung der Göltzschtalstraße zwischen Mylau und Greiz zur Fahrradstraße werden nun doch in einem Gremium des Thüringer Landtags behandelt. Darüber hat der Landtagsabgeordnete Dirk Bergner (FDP) jetzt informiert. Demnach kommt das Thema auf die Tagesordnung des Infrastruktur-Ausschusses. Damit hat der Greizer FDP-Stadtrat Jens-Holger Schmidt sein Ziel einer öffentlichen Diskussion der Abstufungspläne doch noch erreicht - wenn auch quasi über eine Hintertür.

Schmidt wollte sein Vorhaben ursprünglich über eine Online-Petition umsetzen, scheiterte jedoch, da lediglich 827 der dafür nötigen 1500 Stimmen abgegeben wurden. Auf Betreiben des Stadtrats erreichte die FDP-Abgeordnete Ute Bergner als Mitglied des Petitionsausschusses dennoch eine Überweisung der Petition "zur Behandlung in den Infrastruktur-Ausschuss". Jens-Holger Schmidt will nun versuchen, bei der Erörterung des Themas in dem Gremium selbst zu Wort zu kommen. "Wichtig ist, dass dieser Gegenstand nicht irgendwo entschieden, sondern von den Akteuren vor Ort mitdiskutiert wird", sagte der Stadtrat am Dienstag. Er sei weiterhin auf der Suche nach Ideen, um die Straße als wichtige Verbindung zwischen Greiz und Mylau beziehungsweise zur A 72 erhalten und dem boomenden Radtourismus dennoch neue Perspektiven eröffnen zu können.

Im Gespräch ist dabei ein straßenbegleitender Radweg durchs Göltzschtal. Das sächsische Landesamt für Straßenbau und Verkehr hat dieser Variante gegenüber jedoch Vorbehalte. Es sei dabei von "einem Planungs- und Genehmigungszeitraum von mindestens acht Jahren" auszugehen - demgegenüber stehe der Wunsch der "kommunale Ebene" nach einer schnellen Öffnung. Thüringen hatte angekündigt, die "Verkehrsbedeutung der Straße" auf Thüringer Flur ermitteln zu wollen.

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