Rat stellt sich nicht gegen Windradbau

Heinsdorf erteilt Vorhaben an A 72 Zustimmung

Heinsdorfergrund.

Die Gemeinde Heinsdorfergrund befürwortet den Neubau einer Windenergieanlage auf ihrem Gemeindegebiet im Gewerbestandort an der A 72 - die Firma Windstromer will das markante Windrad dort durch eine wesentlich größere Anlage ersetzen. Das Landratsamt bearbeitet derzeit dazu einen Antrag auf immissionsschutzrechtliche Genehmigung. Bei einer Enthaltung stimmte der Gemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung geschlossen einer bauplanungsrechtlichen Stellungnahme der Gemeinde zu, die für das Vorhaben keine Hinderungsgründe sieht. Das Papier wurde von der Stadt Reichenbach im Rahmen der Verwaltungsgemeinschaft erarbeitet.

Demnach ist der Bau der Anlage als "privilegierte Maßnahme" zu genehmigen, unter anderem da der Standort im Außenbereich liegt, dem Vorhaben keine öffentlichen Belange entgegenstehen und die Erschließung gesichert ist. "Wir wollen in unserem Ort Lebensqualität erhalten, aber auch nicht alles verhindern. Der Standort im Gewerbegebiet ist vorgeprägt, es gibt bereits eine Anlage", sagte Ortschefin Marion Dick mit Verweis auf den jahrelangen Kampf gegen etwa am Brändel geplante Windenergieanlagen.

Ihre Zustimmung macht die Gemeinde jedoch von Bedingungen abhängig. So soll etwa ein von der Genehmigungsbehörde im Rahmen der immissionsschutzrechtlichen Betrachtung noch zu bewertendes, im Hinblick auf Auswirkungen auf Mensch und Natur beauftragtes Gutachten im Rat vorgestellt werden. Außerdem sollen Ausgleichspflanzungen auf dem Gemeindegebiet erfolgen. Schneidenbachs Ortschaftsratschef Jens Groschopf sprach sich als Gast der Ratssitzung erneut gegen das Vorhaben aus. (gem)


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