Rateteam erst auf Holzweg: Ein Bergwerk im Haus verblüfft

Ein Vogtländer sorgt beim NDR für Gesprächssstoff. Bernhard Hoëcker und Hubertus Meyer-Burckhardt kommen Michael Straub auf die Spur.

Netzschkau/Hamburg.

Die am Samstag gesendete Aufzeichnung von Kai Pflaumes Samstagsabend-Show "Kaum zu glauben" ist mit vogtländischer Beteiligung über die Bühne gegangen. Zu erleben war der Netzschkauer Michael Straub. In der XXL-Sendung des Norddeutschen Rundfunks durfte er auf dem roten Sessel für Menschen mit interessanten Geschichten Platz nehmen.

Seine Attraktion: Der Vogtländer hat in sein Haus Bahnhofstraße 18 in Netzschkau ein Bergwerk gebaut. Nach der 43. Minute wurde er dem Rateteam mit Bernhard Hoëcker, Hubertus Meyer-Burckhardt, Stephanie Stumph sowie Jörg Pilawa vorgestellt. Während das Publikum erfährt, was es mit den Personen im Stuhl auf sich hat, muss sich das Rateteam nach nur einem Hinweis durchfragen. Je länger die Fragerunde dauert, umso mehr Geld darf der Kandidat mit nach Hause nehmen. 800 von 1000 Euro waren es für den Netzschkauer, denn das Rateteam tappte lange im Dunkeln.

Bei Michael Straub hieß der Hinweis: Er bekam nie Fördergelder. Nachdem geklärt war, dass es um ein Hobby geht, waren sowohl Hoëcker als auch Burckhardt erst auf völlig falscher Fährte. Stephanie Stumph verband Fördergelder mit der Insel Föhr. Dabei war sie eigentlich diejenige, die aufgrund ihrer regionalen Herkunft einen Bonus hatte. Dass Michael Straub aus Sachsen kommt, wurde vom Rateteams schnell wahrgenommen.

Ob er für seine Leistung Applaus erhielt und ob die Zeitungen darüber berichtet haben, konnte er guten Gewissens bejahen. Auch dass er stolz auf seine Leistung ist, steht außer Zweifel. Nicht ganz so eindeutig waren die Antworten auf Fragen wie: Braucht es Mut? Oder: Haben Sie sich in Gefahr begeben? Dann war das Team auf einer völlig falschen Fährte, denn es tippte auf die Kenntnis zahlreicher Sprachen oder der sächsischen Minidialekte verschiedener Täler. Nachdem klar war, dass Sport und Kunst ausscheiden, entspann sich relativ schnell eine Auseinandersetzung über den Begriff Fördergelder, bei dem das Publikum auffällig lachen musste. Hoëcker und Burckhardt kamen darauf, dass man auch etwas (be)fördern kann. Von da bis zum Bergbau war es nicht mehr weit. Das Bergwerk im Wohnhaus verblüffte die Anwesenden indes. Dieser Umstand wurde ausführlich in einem Film geklärt, den ein Team vor Ort gedreht hatte. Außerdem beantwortete Michael Straub noch ein paar Fragen des Moderators, der unbedingt im Vogtländischen Bergbaumuseum vorbeischauen will, falls er einmal in der Nähe ist. Die Frage, ob es dort auch Bergarbeiterschnaps gibt, war schon außerhalb der Wertung.

"Das war eine sehr schöne Erfahrung", sagte Michael Straub, der sich sichtlich über die Rätselei amüsiert hat. Er fand auch andere Geschichten aus der Sendung interessant, zum Beispiel die eines Mannes, der von Dauerschluckauf geplagt ist und diesen nur mit einem Gerät unterdrücken kann. Weitere Kandidaten waren zum Beispiel der Gestalter von Angela Merkels Schland-Kette oder ein achtjähriger Junge, der einen 54 Jahre lang vermissten Ehering fand und beim Abgeben mit der Eigentümerin Freundschaft schloss.

Die Sendung kann in dieser Woche noch in der ARD-Mediathek angeschaut werden. Etwa ab Minute 43 ist Michael Straub in Aktion. Wer sich für das Bergbaumuseum interessiert: Es gibt eine Homepage.

www.vogtlaendisches-bergbaumuseum.de

www.freiepresse.de/Kaum-zu- glauben

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