Reichenbach feiert die Deutsche Einheit

Das 24. Bürgerfest wartete bis gestern mit einem Feuerwerk der Attraktionen auf. Nur das Wetter spielte beim größten Volksfest der Region um den Einheitstag auf Risiko.

Reichenbach.

Die Reichenbacher und ihre Gäste haben um den Tag der Deutschen Einheit ein durchwachsenes Fest erlebt: Viele Besucher kamen beispielsweise trotz des wechselhaften Wetters am Sonntag in die Innenstadt um am Tag der offenen Geschäfte einzukaufen. Sie schlenderten durch die Straßen mit den Ständen, probierten die kulinarischen Angebote und genossen die Bühnenprogramme.

Mit 500 Besuchern bei der Abendveranstaltung am Samstag, 10.000 am Sonntag und 12.000 am Montag lag man unter den 31.000 vom Vorjahr. Doch die Bedingungen waren auch schlechter. Rathaus-Pressesprecherin Heike Keßler nannte vor allem das Wetter. Ein weiterer Grund seien die Ferien. Viele Menschen aus der Region seien in den Urlaub gefahren. Ein dritter Grund könnten Veranstaltungen sein, die im Umkreis stattfanden.

Der verkaufsoffene Sonntag wurde zwar von Besuchern genutzt, jedoch blieb die Anzahl der geöffneten Geschäfte deutlich hinter den Erwartungen zurück. Das Weka-Kaufhaus wurde aber um 15 Uhr regelrecht gestürmt: 50 Gewinner des Playmobil-Suchspiels waren eingeladen, sich ihre Preise abzuholen. Sie kamen mit Eltern, Großeltern und Geschwistern in die erste Etage, wo die Präsente aufgebaut waren. Die Verkäuferinnen hielten einen Lostopf mit Nummern von 1 bis 50 bereit, aus dem jedes der registrierten Kinder ein Los ziehen durfte. Beim Suchspiel mussten die Kinder Gänse und Strohballen zählen und die richtige Zahl ankreuzen. Nando Schmid aus Schönbach sagte: "Man musste schon genau hinschauen, auch hintenrum." Der Siebenjährige hatte den Ersten Preis gewonnen - einen Playmobil-Bauernhof. 156 Kinder hatten ihre Zettel für das Gewinnspiel abgegeben. 50 davon wurden ausgelost. Nicht alle angekreuzten Zahlen seien richtig gewesen.

Die Geschäfte hatten sich auf die niedrigen Temperaturen eingestellt und Heißgetränke verkauft. Viele Neugierige bedauerten, dass sie sich bei Ines Wetzel vom Flaschengeist nicht auf die Stühle vor dem Geschäft setzen konnten, weil es immer wieder regnete.

Ein Ladeninhaber an der Zwickauer Straße hatte sich via Facebook beschwert, dass er sein Geschäft nicht öffnen konnte und seinen Promoter nach Hause schicken und die Verlosung ausfallen lassen musste. Direkt vor dem Laden stand ein Truck, der Zugang war versperrt. Mit dem Problem der mobilen Händler haben gerade die Geschäfte an der Zwickauer Straße seit Jahren zu kämpfen, da Stände mit teilweise ähnlichen Waren vor den Geschäften stehen.

Ganz auf Sport hatte das Sporthaus Reichert gesetzt und vor dem Geschäft Trampolins und Slackline aufgebaut. Reichenbachs Oberbürgermeister Raphael Kürzinger (CDU) nutzte die Rabattaktion und kaufte für seine Frau ein Geburtstagsgeschenk. Im Geschäft "Schickimicki" informierten sich Eltern künftiger Schulanfänger über die Zuckertütenvielfalt. Dass die dunkle Jahreszeit eingeläutet wird, war an den verschiedenen Leucht-Sternen zu erkennen, die bei "Schickimicki", der Drogerie Hoyer oder am Stand der Vogtländischen Buchhandlung angeboten wurden.

Wie schon in den Vorjahren war das Feuerwerk am Vorabend des Feiertags der Höhepunkt des Festwochenendes. Wer einen guten Platz auf dem Marktplatz wollte, musste zeitig dort sein. Da hatten es die Besucher auf dem Postplatz leichter: Sie konnten das Geschehen über eine LED-Wand verfolgen. Bis gestern Abend wurde bei Musik und vielen Attraktionen dem Regen getrotzt und weiter gefeiert.

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