Reichenbach saniert sowjetische Kriegsgräber

35.000 Euro sollen für die Stätte an der Waldstraße ausgegeben werden

Reichenbach.

Schon ab diesem Jahr soll die sowjetische Kriegsgräberstätte an der Reichenbacher Waldstraße saniert werden. Dies hat der Technische Ausschuss beschlossen. 2020 gehen die Arbeiten weiter. Die Kostenschätzung für beide Jahresscheiben liegt bei insgesamt 235.000 Euro.

Bereits 2017 war ein Förderantrag gestellt worden, nachdem sich Teilnehmer an Ehrungen über den Zustand beschwert hatten. Für dieses Jahr wurde eine 100-prozentige Förderung mit knapp 140.000 Euro bestätigt. Die weiterführende Finanzierung wurde in Aussicht gestellt, jedoch ohne konkreten Termin. Mit dem Geld soll die Umfassungsmauer instandgesetzt werden. "Sie ergibt eine gewisse Behausung und einen Abschluss", so Bauamtsmitarbeiter Hubert Greger. Die Wegeeinfassungen auf dem Waldfriedhof werden erneuert und Stelen mit den Namen der Beigesetzten aufgestellt. Es erfolgt auch eine Neugestaltung der Bepflanzung.


Die Namen der acht beigesetzten Zwangsarbeiter werden in kyrillischer Schrift geschrieben. Stadtrat Peter Tillack (Bitex) mahnte an, jemanden mit Russischkenntnissen einzubeziehen. "Wir haben mit dem russischen Konsulat jeden einzelnen Schriftzug abgestimmt", versicherte Fachbereichsleiter Sven Hörning. Er hoffe, dass der Steinmetz keinen Fehler macht. Wolfgang Viebahn (Bitex) regte an, eine zusätzliche Tafel für die in der Waldstraße untergebrachten Zwangsarbeiter anzubringen. "Ein solches Schild sollte möglich sein", entgegnete OB Raphael Kürzinger (CDU).

Die Sanierung ist notwendig, weil Putz von der Umfassungsmauer bröckelt und die Wegeinfassungen zerstört oder in Auflösung begriffen sind. "Wir haben die Maßnahme mit der russischen Botschaft abgesprochen", so Fachbereichsleiter Hörning. "Das und der Kampf um Fördermittel waren ein langer Prozess."

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