Reise führt in Reichenbachs Partnerstadt

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Werner Hartstock vom Verein der sächsischen Israelfreunde plant ein neues Projekt. Das ist nicht nur für Reichenbacher Einwohner gedacht.

Reichenbach.

Werner Hartstock war seit über einem Jahr nicht mehr in Israel. Jetzt wagt er mit seinem Israelreisebüro einen Neuanfang mit einer besonderen Reise. Neben bekannten Zielen im gelobten Land steht bei der Bürgerreise die Reichenbacher Partnerstadt Ma'alot-Tarshiha im Mittelpunkt.

Der Israelfreund erklärt das Ziel dieser besonderen Tour: "Seit dem 3. April 2014 sind wir in Reichenbach im Vogtland mit der israelischen Stadt Ma'alot-Tarshiha per Vertrag freundschaftlich verbunden. Mit dieser Reise wollen wir den Bürgern Reichenbachs die Gelegenheit geben, Israel und unsere Partnerstadt zu erkunden." Aus verschiedenen Gründen wie Bürgermeisterwechseln hier und dort oder zuletzt den coronabedingten Reiseverboten gab es in all den Jahren nur sehr wenige offizielle Aktivitäten.

Die Partnerschaft belief sich auf einige Kontakte von Bürgern, Mitgliedern der Evangelischen Kirchgemeinde oder den schriftlichen Austausch zwischen den Stadtoberhäuptern. 2016 trat der Cellist Adiel Smith aus Ma'alot gemeinsam mit der Vogtland Philharmonie auf. Bei einem deutsch-israelischen Abend kam es zu Begegnungen zwischen Bürgern aus beiden Orten. Die geplante Reise des Reichenbacher Oberbürgermeisters Raphael Kürzinger (CDU) im Mai des vergangenen Jahres musste wegen Corona ausfallen.

Inzwischen hat der Handwerkerdienst der Sächsischen Israelfreunde, die in Reichenbach auch das Bildungs- und Begegnungszentrum für jüdisch-christliche Geschichte und Kultur betreiben, seinen Schwerpunkt von Jerusalem und Sderot nach Ma'alot verlegt.

Die letzte Aktion des praktischen Hilfsdienstes war die Sanierung einer Begegnungsstätte für Holocaustüberlebende in Ma'alot, von der die Freiwilligen vor dem ersten harten Lockdown im März 2020 zurückkehrten. Seit 2013 werden freundschaftliche Kontakte zur Übersetzerin Sally Ido gepflegt, die in der Region eine kleine Fangemeinde hat. Sie unterstützt Werner Hartstock bei den Vorbereitungen der Bürgerreise vor Ort und hat sich auch um Baumpflanzaktionen durch das Annaberger Geburtshaus in Israel gekümmert. Hartstock stellt klar: "Bei den Reisebegegnungen werden wir auch persönliche Beziehungen knüpfen können. Die Teilnahme an dieser Reise ist aber nicht vom Wohnort Reichenbach abhängig."

Geplant ist der Besuch des Pflegeheims für Holocaustüberlebende, das der süddeutsche Verein Zedakah seit vielen Jahren in Ma'alot betreibt. Nach einem Empfang im Rathaus wird die Stadt erkundet, die mit hunderten Skulpturen des jährlichen Künstlerfestivals Stones of Galiläa geschmückt ist. Eine Wanderung mit Bürgern aus der Stadt führt zur Festung Montfort, die dem Deutschen Ritterorden gehörte. Das Ehepaar Jirys zeigt den Besuchern die neu gebaute Kirche im arabischen Stadtteil Tarshiha. In Yokne'am Illit treffen die Reiseteilnehmer in der Miniaturenausstellung Great Mini World auf Nachfahren und Kunstwerke des im August verstorbenen letzten Reichenbacher Juden Herbert "Moshe" Samter.

Auf dem Programm der Reise, die zwischen dem 17. und dem 24. Oktober stattfinden soll, stehen auch Jerusalem mit dem Besuch der Altstadt sowie des Marktes Machane Yehuda. Ein Tag am Toten Meer und auf der Festung Masada ist geplant. Die Besichtigung eines auf Dattelanbau spezialisierten Kibbuz, Besuche der Kreuzfahrerstadt Akko, des Berges Bental, eines entdeckten Terrortunnels aus dem Libanon und der weißen Felsen von Rosh HaNikra sollen stattfinden.

Die Reise kann bei Israelreise.de oder im Reisebüro Sunshine Eurotours gebucht werden.

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