Riesenspaß bei den Highland-Games

24 Männer und zahlreiche Zuschauer in Waldkirchen: Die Gäste feuerten die Teams aus Leibeskräften an. Sieger ist Banana Joe.

Waldkirchen.

Kaum zu glauben, dass ein paar Baumstämme und Bierkrüge und ein Traktor ausreichen, um einen ganzen Nachmittag für ausgelassene Stimmung zu sorgen. Dass es geht, haben am Samstag die sechs Teams der Highland Games in Waldkirchen bewiesen. Diesen Spaß-Wettbewerb erlebten die Waldkirchener erstmalig voriges Jahr zur 750-Jahr-Feier. Auch damals war diese Vormittag-Unterhaltung schon ein großartiger Höhepunkt.

Jan Bauer, der maßgeblich schon beim ersten Mal an der Organisation beteiligt war, rannte sozusagen offene Türen ein, als er bei den Mitstreitern der ersten Runde und im Dorf fragte, ob man so ein Spektakel nicht ein zweites Mal auf die Beine stellen könnte. Als geeignetes Areal kam sofort der Sportplatz in die engere Wahl.

Neu hinzu kam ein Team aus Hauptmannsgrün, das sich den Namen "Teichlinge" gab. Ebenso kreativ auch die Namensfindung der anderen, die von "Mc Schmutzler Clan" über "Schneepraktikanten" bis "Freche Wenzel" reichte. Ein Teil der Teams erschien auch in stilechter Kleidung mit Schottenrock und Karomuster.

Hitzetolerant mussten die Männer auf jeden Fall sein, denn bei hochsommerlichen Temperaturen einen Traktor ziehen, ist nichts für Warmduscher. Auch die anderen Disziplinen, wie Baumstammweitwurf oder Baumstammslalom, hatten es in sich. Selbst beim harmlos klingenden und im Schatten stattfindenden Bierkrugstemmen mussten die Teilnehmer ihre letzten Kräfte aktivieren, denn auch für gestandene Männer ist es eine echte Herausforderung, einen (mit Wasser) gefüllten Ein-Liter-Bierkrug mit ausgestrecktem Arm in der Waagerechten zu halten. Etwa sechseinhalb Minuten lang schaffte das Daniel Menz vom Schmutzler-Clan, der seinen verkrampften und schmerzenden Oberarm anschließend von seiner Freundin massieren ließ. Doch für den Gesamtsieg des Teams und damit die Titelverteidigung reichte sein Einsatz trotzdem nicht. Die Schmutzlers mussten sich mit Platz drei zufrieden geben. Der Sieg ging an das Team Banana Joe. Die Frechen Wenzel erkämpften sich Platz zwei.

Auch der Zweitplatzierte des Bierkrugstemmens, Mario Gierschick, brauchte nach diesem Härtetest erst mal eine Pause. Sein Kommentar: "Ein paar Stunden wird es schon dauern, bis der Arm wieder zu gebrauchen ist." Doch eine so lange Verschnaufpause war den Akteuren nicht gegönnt. Nach einer halben Stunde war beim Baumstammweitwurf wieder voller Körpereinsatz gefragt. Dreieinhalb Meter misst so ein Stamm. Jeder wirft einmal. Die Weiten aller vier Teammitglieder werden zusammengezählt und so der Sieger ermittelt.

Genauso wie beim ersten Mal waren sich auch bei diesem neuerlichen Kräftemessen im Nachgang alle einig: Das können wir nächstes Jahr gerne wieder machen. Jan Bauer: "Einen passenden Termin müssen wir noch finden. Entweder wir schließen uns an ein anderes großes Event an. Das Hoffest der Marienhöhe wäre eine solche Möglichkeit. Oder wir machen es so wie dieses Jahr."

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