Ringen um die Zukunft der ehemaligen Kochschule

Gebäude in Netzschkau stark verfallen - Stadtrat lehnt Verkauf an einen Interessenten ab - Neue Ideen gesucht

Netzschkau.

Das Gebäude an der Schulstraße 8 in Netzschkau wird nicht an einen Kaufinteressenten aus Reichenbach verkauft. Das haben die Netzschkauer Stadträte in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen.

Seit dem Jahr 2016 wird zu der Zukunft des Gebäudes der früheren Kochschule beraten. Es befindet sich direkt gegenüber des Schulzentrums und wurde bis zur Einweihung der Cafeteria als Speiseraum genutzt. 2016 hatte der Stadtrat den Bürgermeister mit der Vermarktung des Gebäudes beauftragt. Eine Maklerin versuchte, das Haus für den Wertgutachtenpreis von 27.900 Euro zwei Jahre lang an den Mann zu bringen. Interessenten waren da, doch die verloren das Interesse angesichts des desolaten Zustandes des Hauses. Es fand sich lediglich ein Pächter.

Inzwischen ist der Verfall fortgeschritten. Der Pächter hat gekündigt. Das überarbeitete Wertgutachten schätzt den Wert nun deutlich niedriger ein: auf nur noch 9000 Euro. An einigen Stellen ist die Dacheindeckung aufgrund eines Wassereinbruches eingefallen. Die Firma Voit schätzt, dass allein die Dachinstandsetzung 38.000 Euro kosten würde.

Im Gebäude existiert keine Heizung. Allerdings steht es unter Denkmalschutz. Die Stadtverwaltung hatte das Gebäude in diesem Jahr erneut zum Verkauf ausgeschrieben. Bis zum 21. August ging lediglich ein Angebot ein. Das allerdings bereitete den Stadträten Bauchschmerzen, da sie einen weiteren Verfall sehen. Der Antragsteller ist in Netzschkau bereits bekannt. Die Stadtverwaltung muss nun neue Ideen für die Vermarktung entwickeln. (pstp)

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