Rotschau feiert tolle Kirmestage

Das Fest bot eine Gelegenheit, Erinnerungen an frühere Erlebnisse in der Gemeinschaft auszutauschen. Dabei gab es viel zu sehen.

Rotschau.

Zwei tolle Tage lang haben die Rotschauer und ihre Gäste Kirmes gefeiert. "Die Kirmesfreunde", wie sich das Aktionsteam zur Organisation des zweitägigen Festes nennt, hatten dafür ein buntes Programm aufgestellt und viele freiwillige Helfer mobilisiert.

Eine Helferin war Brigitte Kempe, die zur Frauensportgruppe gehört. Sie hatte Alben von allen möglichen Ausfahrten seit 2006 mitgebracht und zum Anschauen in die Ausstellung gelegt. Sie erklärte: "Wir fahren gern und viel fort." Es gibt weitere Ordner mit anderen Veranstaltungen oder Geburtstagen und Jubiläen. Die Frau, die 1993 aus Greiz/Reudnitz nach Rotschau gezogen ist, meinte: "Hier können alle gucken. Das ist doch einfacher, als jedem die Bilder einzeln zu geben." Und: "Hier ist es herrlich, die schöne Natur rundherum. Man kann wandern. Im Ort gibt es guten Zusammenhalt, mit dem Sportverein, der Feuerwehr, den Kirmesfreunden. Es ist einfach ein schönes Miteinander. Wir helfen uns gegenseitig. Keiner zieht über den anderen her. Wenn es Probleme gibt, werden die geklärt. Wenn wir etwas machen, kennt jeder seinen Platz und seine Arbeit."

Katalyn Wunderlich aus Reichenbach wohnt zwar nicht in Rotschau, aber bei Ausfahrten und Aktivitäten ist sie gern gesehener Gast. Sie hatte zusammen mit Stefan Jäger eine kleine Ausstellung mit Malerei gestaltet: "Ich habe Freundinnen hier. Die haben mich angesprochen. Und weil schon immer Ausstellungen zu der zweijährig stattfindenden Kirmes gehören, habe ich zugesagt." Die Rotschauer seien sehr nette Menschen und ungezwungen. Da fühle sie sich wohl. Das wurde auch am Samstagnachmittag deutlich, als sie mit vielen Rotschauern ins Gespräch kam und kaum eine Minute allein bei ihren Bildern war. Ihre Bindung zum Reichenbacher Ortsteil hat mit ihrem Mann zu tun. Eines ihrer markanten Motive zeigt ein Haus am Lindenplatz, in dem ihre Schwiegermutter geboren ist. Ihr Mann stammt von der Grenzstraße. "Das ist ja quasi auch Rotschau. Und viele Freunde sind von hier", so die Reichenbacherin. Sie hat sich Kenntnisse des künstlerischen Ausdrucks mit Farbe im Mal- und Zeichenzirkel der Volkshochschule erworben, den Stefan Jäger leitet. Er stellte einige seiner Werke mit zur Verfügung und unterstützte die Rotschauer beim Aufhängen. "Wir haben hier ja keine Galerietechnik, da ist es schön, wenn jemand unkompliziert hilft", sagte der alte und neue Ortsvorsteher Veit Bursian (FDP). Er hielt die Fäden für die Veranstaltung in der Hand. Mit drei Schlägen hatte er am Samstagnachmittag das Bierfass angestochen: "Ich habe nicht so viel Übung wie der Oberbürgermeister, der das öfter macht." Auf dem Gelände an der Turnhalle und im Gebäude warteten Programmpunkte auf die Besucher. Der Rotschauer Männergesangsverein Liederkranz trat auf. Zeitzeugnisse aus 150 Jahren Vereinsgeschichte wurden ebenfalls im Ausstellungsraum gezeigt. Den Verein drücken wie so viele jedoch Nachwuchssorgen.

Verkaufsstände warteten auf Kunden, die sich von Ziegenmilcheis über selbst gebackenen Kuchen bis zum Gegrillten durchprobieren konnten. Für Kinder waren Kettenkarussell und Hüpfburg Anziehungspunkte. Oder sie nutzten die Tischtennisplatte und den Spielplatz an der Turnhalle. Am Abend spielte die Neumarker Band Anna & the Rocks zum Kirmestanz auf. Ausgefallen sind lediglich die Highland-Games, die ihre vierte Auflage erleben sollten. Bursian nannte vor allem Terminüberschneidungen beim Sportverein als Hindernis.

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