"Sagen, was geht und was nicht"

Wahlen 2019: FDP-Kandidat Sven Köpp setzt auf seine kommunikativen Talente, Durchsetzungsvermögen und eine ganz eigene Neumark-Brille.

Neumark.

Neinsagen können ist eine Eigenschaft, über die nicht alle Menschen verfügen. Sven Köpp kann Neinsagen. Zum Beispiel als Fußballtrainer in Reuth und beim Reichenbacher FC. "Es können nur elf Leute spielen. Den anderen muss ich das nicht nur mitteilen, ich muss es ihnen auch nachvollziehbar erklären können", sagt der FDP-Kandidat für die Bürgermeisterwahl am 26. Mai in Neumark. "Und genau so klar muss ein Bürgermeister den Leuten in Neumark, Reuth und Schönbach auch sagen, warum etwas geht und warum eben nicht."

Natürlich will der 48-jährige Familienvater aus Reuth lieber erklären, warum etwas geht. "Als klar war, dass Ralf Fester abtritt, bin ich von vielen Seiten ermuntert worden, neue Akzente zu setzen. Das ist auch mein Anspruch. Aber ich bin von Anfang an auch für klare Verhältnisse", sagt Sven Köpp. Als Außendienstler für die Firma Röckelein steht der gelernte Elektroniker und Industriekaufmann deutschlandweit bei kleinen Firmen bis hin zum Großkonzern in Konkurrenz mit anderen Handelsvertretern. "Wer da nicht klar kommuniziert und argumentiert, hat keine Chance. Wenn ich von einem Produkt oder einer Sache überzeugt bin, überzeuge ich auch andere. Und das kann ich", sagt Sven Köpp im Hinblick auf das wichtigste Amt in Neumark.

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"Sieben Kandidaten für das Rathaus gibt es. Ich denke, wir alle haben ähnliche inhaltliche Schwerpunkte. Mir geht es insbesondere darum, die Ortsteile zu einen und Neumark die Selbstständigkeit zu erhalten - eine starke, Probleme und Vorhaben gemeinsam diskutierende und angehende Gemeinschaft ist mein Ziel", sagt Sven Köpp, der für Wahlkampf und Amt einen kleinen, in seiner Biografie liegenden Pluspunkt ausmacht: Er zog vor 20 Jahren der Liebe wegen von Zeitz nach Neumark. "So sehr ich auch Neumarker bin, habe ich doch nie einen gewissen Außenblick abgelegt."

Das hilft, um etwa Ortsteil-Vorbehalte und Rivalitäten als das zu sehen, was sie sind: "Überflüssig. Und woher die kommen, das weiß ohnehin keiner mehr. Ich weiß nur, dass diese Gräben zugeschüttet gehören. Dazu und generell suche ich das Gespräch mit den Leuten. Und das vor Ort, ich bin kein Mann für acht Stunden Büro", erzählt der parteilose Kandidat im Wissen, wie Menschen zueinanderfinden - Sven Köpp hat maßgeblich die Reuther Kirmes wiederbelebt und sorgt als Moderator von Gaudi-Wettkämpfen zwischen Unter- und Oberdorf für Stimmung. "Da kommen mittlerweile auch viele von auswärts. So ein Fest stelle ich mir für ganz Neumark vor. Dann reden wir nicht mehr über-, sondern miteinander."

Das gilt auch fürs Rathaus, dem der Kandidat eine gute Arbeit bescheinigt. Und der Gemeinderat? "Wir hatten noch nie so viele Kandidaten. Ich freue mich auf neue Gesichter, neue Sichtweisen und gemeinsame Ziele. Ich würde nie einen guten Vorschlag ablehnen, nur weil er von der CDU kommt."

Freie Presse stellt die Neumarker Bürgermeisterkandidaten in loser Folge vor.

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