Schandfleck Hauptpost steht weiter unter Kritik

Stadt spricht nach Eigentümerwechsel von "Bewegung in der Sache"

Für Sie berichtet: Gerd Betka

Der Zustand der leer stehenden Reichenbacher Hauptpost am Postplatz steht weiter unter Kritik. Bernd Müller (Bitex) sprach in der jüngsten Stadtratssitzung von einem "Schandfleck für Reichenbach". Er erklärte: "Ich weiß nicht, wie man das lösen kann. Aber so kann das nicht weitergehen. Wir können uns nicht Jahr für Jahr vertrösten lassen."

Helmut Lührs, Geschäftsführer der auf innerstädtische Einzelhandelsobjekte spezialisierten Lührs-Gruppe, hatte bereits 2006 Pläne vorgestellt, die Hauptpost in ein Einkaufs- und Bürozentrum zu verwandeln. Gelungen ist das bis heute nicht. Lührs hatte sich zuletzt im Sommer 2017 im Technischen Ausschuss des Stadtrates geäußert, aber keine konkrete Zeitschiene für die Realisierung genannt. Er verwies indes auf das knappe Finanzbudget bei steigenden Baukosten.

Wie Baufachbereichsleiter Sven Hörning jetzt erklärte, habe es im Januar 2018 einen Eigentümerwechsel gegeben. Helmut Lührs habe die Postimmobilie seinem Sohn Claus mit der Immobiliengesellschaft Am Postplatz mbH & Co. KG in Stade übertragen. "Es gibt Bewegung in der Sache", glaubt Hörning. Soweit er wisse, sei Projektentwickler Karl-Heinz Weber ebenso wieder verpflichtet worden wie Architekt Peter Sauerbier aus Eisenach. Die Mietverträge-Option sei verlängert worden, die Verlängerung der Baugenehmigung sei beantragt. Eine Kostenschätzung für die Dachsicherung soll im September vorliegen.

0Kommentare Kommentar schreiben