Schöne Aussichten von neuen Sitzen

Auf Initiative eines Netzschkauers hin ist jetzt zwischen Schönsicht und Wald eine Sitzgelegenheit geschaffen worden.

Netzschkau.

Kurt Schreiber aus Netzschkau hatte angeregt, an einem Aussichtspunkt in Richtung Göltzschtalbrücke einen Ruhepunkt mit pflegeleichten Sitzgelegenheiten einzurichten. Pünktlich vor Ostern wurden die Arbeiten mit Hilfe des Bauhofes der Stadtverwaltung fertiggestellt.

Der Netzschkauer ist öfter mit seinen Enkeln auf dem Weg zwischen Schönsicht, Reinsdorfer Weg und Wald unterwegs und vermisste dort eine Stelle mit Verweilcharakter. Deshalb ging er mit der Idee, dort einen Ruhepol zu bauen, zu Bürgermeister Mike Purfürst (Gewerbeverein). "Der war sofort Feuer und Flamme und hat Unterstützung zugesichert", sagt der Initiator. Der Bauhof ebnete die Fläche neben dem der Stadt gehörenden Weg ein und trug Splitt auf. Dann wurden dort drei Stelen aus Theumaer Schiefer auf den Boden gelegt, auf die man sich setzen kann. "Ich wollte etwas Haltbares, nicht nur eine simple Bank, die pflegeintensiv ist oder durch Vandalismus schnell zerstört werden kann. Ich möchte etwas für die Allgemeinheit hinterlassen, das lange hält, das uns überdauert", erklärt Kurt Schreiber. Er ist froh, dass die Mitarbeiter des Bauhofes der Stadtverwaltung den Transport der naturbelassenen Steine erledigt und den Unterbau hergerichtet haben. "Früher bin ich hier gejoggt, jetzt laufe ich nur noch. Wenn man älter ist, hat man jetzt die Möglichkeit, auf den Ruhebänken zu sitzen. Ich bin hier gefühlt tausendmal langgelaufen und immer wieder begeistert von dieser Aussicht", erzählt Kurt Schreiber. Bisher war auf dem Weg zwischen Feldern nur Stehenbleiben möglich.

Torsten Kleditzsch

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Von dem Aussichtspunkt aus hat man einen Blick über mindestens zehn Ortschaften von Greiz, Irchwitz, Reinsdorf über Reichenbach, Friesen, Kahmer, Obermylau, Mylau, Rotschau, Netzschkau bis Lambzig. "Die Strecke ist zu jeder Jahreszeit interessant. Im Winter kann man hier mit den Skiern langlaufen, im Herbst das Laub in seiner Färbung beobachten oder wie jetzt im Frühjahr das frische Grün sehen", sagt der Netzschkauer. Der Theumaer Schiefer in seinem naturbelassenen Stil passe gut zur umgebenden Natur. Die Sitzgelegenheit ergänzt das Angebot in Verlängerung der Hermann-Löns-Straße. Der Rastplatz mit Baumschaukel entstand ebenfalls durch die Initiative eines Netzschkauer Bürgers.

Wer die neue Sitzgelegenheit mit samt der Aussicht für sich entdecken will, läuft am besten den Schönsichtweg unterhalb des Sportplatzes entlang und darf nicht zum Schullandheim "Schönsicht" abbiegen. Geradeaus führt ein Feldweg in Richtung Wald.

GPS-Koordinaten: 50.621056, 12.231083.

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