Schüler machen sich in Finanzfragen fit

Am Evangelischen Gymnasium Mylau hat der zweite Jahrgang die "Geldschule" absolviert. Das Fach bietet praktische Hilfe für das spätere Leben.

Mylau.

Was ist die beste Geldanlage für mich? Was ist eine Null-Prozent-Finanzierung? Wie funktioniert Altersvorsorge? Was ist der günstigste Handyvertrag? Mit diesen und ähnlichen Fragen haben sich die aktuellen Zehntklässler des Evangelischen Gymnasium Mylau in der 9. Klasse befasst. Sie waren der zweite Jahrgang, der 14-tägig das Fach Geldschule absolvierte.

Die Schüler lernten bei Bankfachwirtin Christina Kühn aus Zwickau, Spar-, Darlehens- und Finanzierungsangebote zu berechnen, Finanzprodukte zu überprüfen und ihre eigene Vermögens- und Ruhestandstrategie zu entwickeln. Ein spezieller Taschenrechner und ein Buch halfen dabei. Zum Abschluss gab es einen schriftlichen Test. Die Zertifikate für die erfolgreiche Teilnahme hat Christina Kühn am Mittwoch den Schülern überreicht. Die Privatkundenberaterin der Volksbank Chemnitz ist einer von 162 ehrenamtlichen Geldlehrern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, die im Geldlehrer-Verein tätig sind. Der Verein entstand 2010 in Düsseldorf und gilt als gemeinnützig. Der Verhaltenskodex verbietet dabei, im Geldunterricht für konkrete Finanzprodukte oder Unternehmen zu werben.

Zwei Schüler fragte "Freie Presse" nach dem Nutzen der Geldschule. "Das war alles sehr lehrhaft und wird sich in Zukunft auszahlen, denke ich", meinte Emma Müller. "Ich finde es gut, dass wir dieses Fach hatten. Es wird im späteren Leben beim Umgang mit Finanzen helfen", sagte Lean-Paul Franke. Christiane Kühn erklärte: "Schule ist oft noch sehr theoretisch. Sie sollte die Jugendlichen besser auf das wahre Leben vorbereiten. Der Umgang mit Finanzen gehört auf jeden Fall dazu."

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