Schule darf künftig selbst Prüfungen abnehmen

Evangelisches Gymnasium Mylau ist jetzt staatlich anerkannt

Mylau.

Das Evangelische Gymnasium Mylau hat als Schule in freier Trägerschaft die staatliche Anerkennung bekommen. Darüber hat Siegfried Kost, Geschäftsführer des Trägervereins Futurum Vogtland, gestern informiert. Mit der Anerkennung erhält die Ersatzschule das Recht, ab dem in der kommenden Woche beginnenden Schuljahr 2018/19 selbst Prüfungen abzuhalten und Zeugnisse zu erstellen.

"Wir hoffen, dass damit künftig auch mehr Mädchen und Jungen den Weg an unser Gymnasium finden", sagt Kost. Dass die Schüler bislang zur Schulfremdenprüfung, sprich zur einer externen Prüfung an einer staatlichen Schule mussten, habe sich als Handicap erwiesen. Vor allem im mündlichen Bereich sei das nicht einfach gewesen. Der Anschlussjahrgang 2018 war der letzte, der die Schulfremdenprüfung absolvierte. Beim Abitur habe man dabei, laut Kost, mit 2,07 einen super Durchschnitt erzielt, beim Realschulanschluss nach Klasse 10 liege der Schnitt um 3,0.

Mit der staatlichen Anerkennung endet ein jahrelanges Ringen des Trägervereins. In der 2003 geschlossenen Mittelschule Mylau wurde am 1. September 2007 das evangelische Gymnasium Futurum Vogtland eröffnet. Mit 45 Fünftklässlern ging es damals los.

Um die Anforderungen im Anerkennungsverfahren zu erfüllen, wurde im vergangenen Schuljahr dafür gesorgt, dass in allen Fächern Fachlehrer vorhanden sind. Außerdem wurde die Arbeit der 11. Klasse so organisiert, dass die Vorgaben für die Oberstufe erfüllt werden. Zudem halte man am Integrations-Charakter der Schule fest. Im geistig-behinderten Bereich nehme man weiterhin Schüler mit extra Lehrplan nach Einzelfallentscheidung auf.

Ins neue Schuljahr geht das evangelische Gymnasium Mylau mit einer neuen Schulleitung. "Sie besteht aus DanielaEstel, die für die Sekundarstufe zuständig sein wird, und Isabell Jeck für die Oberstufe", erklärt Siegfried Kost. Beide entstammen dem Lehrerkollegium der Schule. Kost hatte zuletzt die Schulleitung parallel zur Geschäftsführung übernommen. Gesundheitliche Probleme veranlassten ihn allerdings, diese Aufgabe nun wieder abzugeben.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...