Solheid: Bei Brücke auf Tempo drücken

Stadtratsneuling Ulf Solheid findet die Welterbe-Ideen von Frank Lorenz gut: Dieses Potenzial wurde lange vernachlässigt.

Reichenbach.

Der Reichenbacher Anwalt Ulf Solheid gewinnt den jetzt öffentlich gewordenen Ideen von Kunsthalle-Mitglied Frank Lorenz viel ab, den Unesco-Welterbetitel für die Göltzschtalbrücke anzustreben und eine Bundesgartenschau ins Vogtland zu holen. "Der Titel hat ein Potenzial, das von den lokalen Politikern lange vernachlässigt und so der Region vorenthalten wurde", sagt der jüngst für die Linke in den Stadtrat gewählte Jurist.

Mit der Idee von Frank Lorenz, der bereits mit einer Diskussion über Titel und Buga für überregionale Aufmerksamkeit sorgen möchte, habe jedermann "die Skizze einer Vision". Jetzt müsse man sich zügig, fraktionsübergreifend und mit Blick über den Tellerrand zum Thema verständigen und sich eine Meinung bilden. "Es geht darum, alle Kräfte zu bündeln. Hauptsache ist, dass alle nach vorn schauen. Dabei brauchen wir keine Ego-Trips", sagt Solheid, der den Unesco-Gedanken selbst seit längerer Zeit verfolgt; ein diesbezüglicher Punkt findet sich knapp im Wahlprogramm der Linken. Ziel müsse die "Vorbereitung eines Einleitungsverfahrens zur Anerkennung der Brücke als Unesco-Welterbe" sein. Dazu bedürfe es des Aufbaus "organisatorischer Einheiten". Im Hinblick auf das Vorhaben habe er bereits "konstruktive" Gespräche gehabt, etwa mit der CDU-Bundestagsabgeordneten Yvonne Magwas.


Und: Derartige Bestrebungen gab es bereits in der DDR, wie ein 2018 vom MDR veröffentlichtes Dokument belegt. Allerdings wurde das darin als "Gölschtalbrücke" bezeichnete Juwel nach der Wiedervereinigung nicht in eine gesamtdeutsche Vorschlagsliste übernommen. (gem)

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