Sparkasse setzt auf Netzschkau

200.000 Euro sind in die Sanierung der Filiale investiert worden. Ein neunköpfiges Team steht nun für die Kunden bereit.

Netzschkau.

Wer über den Netzschkauer Markt auf die Filiale der Sparkasse Vogtland zugeht, dem bietet sich ein vertrauter Blick. Wer dann jedoch durch das Portal hindurch geht und links die Glastür öffnet, betritt dort seit dieser Woche ungewohnt helle, großzügige und zeitgemäß gestaltete Räume. Gestern, am Tag 1 nach dem Neustart der Filiale, stutzten viele Kunden beim Betreten der Sparkasse kurz, schauten sich wohlwollend um, ehe sie dann im Automatenbereich oder in einem der Beraterzimmer ihre Geldangelegenheiten erledigten.

Nach zwölf Wochen Umbau haben Vorstandsvorsitzender Marko Mühlbauer und Filialleiterin Anja Geitner am Donnerstag die Filiale offiziell wiedereröffnet. Mühlbauer bezifferte die Investitionskosten auf 200.000 Euro. Der große zentrale Bereich wird durch Oberlicht-Fenster erhellt, die Räume sind durchgängig in Rot, Weiß und Grau gestaltet und wirken wesentlich moderner als die in die Jahre gekommene alte Geschäftsstelle. Auch die persönliche Beratung findet jetzt in einem anderen Rahmen statt. "Mit den neuen Beraterzimmern können wir unsere Kunden noch diskreter und persönlicher beraten. Darauf legen wir besonderen Wert", sagte Anja Geitner.

Eigens für die neue Filiale hat Architekt Harald Radüchel einen Sparkassen-Bodenbelag entworfen. Hergestellt wurde der durch die Oelsnitzer Halbmond Teppichwerke. Insgesamt zehn vogtländische Unternehmen waren am Umbau beteiligt, erklärte Marko Mühlbauer: "Wir legen darauf Wert, regionale Handwerksbetriebe und Partner einzubinden." Bürgermeister Mike Purfürst (Gewerbeverein) findet an der aufgepeppten Sparkassenfiliale Gefallen. "Sehr schön. Ich bin froh, dass die Sparkasse das so gestaltet hat", sagte er gestern zur "Freien Presse". Die Investition sei "ein gutes Zeichen" der Sparkasse Vogtland.

Nach schwierigen Monaten, in denen die Sparkasse ihr Filialnetz deutlich ausgedünnt hatte und dabei auch einige Kritik einstecken musste, stabilisieren sich die Strukturen neu. Dabei gehört die Filiale Netzschkau zu den Gewinnern, auch personell. Je zwei Mitarbeiterinnen kamen aus den geschlossenen Standorten Mylau und Reichenbach West in Anja Geitners Team. Das besteht jetzt aus neun Frauen.

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