Spaß bei flotter Polka und kraftvollem Marsch

Das Zelt auf dem Reichenbacher Marktplatz war beim Blasmusikfest voll besetzt. Die Musiker mischten sich auch ins Publikum.

Reichenbach.

Das neunte Internationale Blasmusikfest wurde am Montag gemeinsam mit dem 24. Bürgerfest gefeiert. Reichenbachs Oberbürgermeister Raphael Kürzinger (CDU) sagte zur Eröffnung des Blasmusikfestes im großen Festzelt auf dem Marktplatz: "Wir haben im nächsten Jahr gleich zwei Jubiläen. Ich hoffe, dass wir wieder gebührend feiern können. Lassen Sie sich überraschen, was uns einfällt."

Im kommenden Jahr soll es auch ein Bürgerfest ohne Eintritt geben. Daher sammelten die Original Hirschsteiner Musikanten Spenden, die sie an die Stadtverwaltung übergeben werden. Die Hirschsteiner wollen damit den Grundstock für die Finanzierung des Festes legen. Der Zuspruch bewies, dass die Reichenbacher und ihre Gäste Interesse am Blasmusikfest haben und hinter dem Konzept des Festes stehen. Das Zelt war voll besetzt, auch wenn nur wenige vom Anfang bis zum Ende blieben.

Wer sich die Zeit jedoch gönnte, so wie Edelgard und Werner Schirrmeister, der erlebte sechs Blaskapellen unterschiedlicher Prägung. Den Auftakt übernahmen alle Kapellen gemeinsam, danach gab es Kostproben vorab zu hören. Die Olbernhauer Berglandmusikanten setzten auf eine Mitklatschnummer aus dem Erzgebirge: In das Ernst-Mosch-Lied "Auf der Vogelwiese" stimmten alle ein.

Peter Zippel von den Gastgebern kündigte Krajovjanka aus den Niederlanden an, eine Kapelle, die an Festivals teilgenommen und bereits fünf CD veröffentlicht hat. Zuvor hatten die Gastgeber bekannte Bierzelttitel vom "Münchner Hofbräuhaus" bis zu "Rosamunde" gespielt. Dabei ging es ins Publikum und auch auf Tische und Bänke. Das Ensemble wurde mit Mitgliedern der Schwarzbachmusikanten aufgefüllt, die am späteren Nachmittag auftraten. "Die Blasmusikfestivals sind auch Grund für ehemalige Mitglieder der Hirschsteiner, zu uns zurückzukommen", sagte Zippel und begrüßte Tobias Hopfer aus Jena und Julia Zippel aus Bad Schlema.

Als Zippel Spenden einsammelte, fragte ihn eine Frau, ob er mit seinen Musikern die "Borsicka" noch einmal spielen könnte. Das ist eine tschechische Polka, die zu den Lieblingstiteln der Hirschsteiner gehört. Der Ensemble-Chef entgegnete schlagfertig: "Wenn Sie viel Platz im Wohnzimmer und genug Getränke haben." Zu der Zeit spielten bereits die Niederländer. Ihnen folgte die urig-zünftige Blaskapelle Kunschir Winklarn aus der Oberpfalz. Bei den Polkas und Märschen waren die Einflüsse aus dem benachbarten Böhmen unüberhörbar.

Der undankbare letzte Auftritt am Abend lag bei den Netzschkauer Musikanten. Undankbar, weil ab Krajovjanka die Verspätung im Programm begann und größer wurde. Einige der Gäste hatten das Festzelt dann bereits verlassen, zumal auf der Postplatzbühne mit Nessaja eine Peter-Maffey-Coverband Konkurrenz bot und im übrigen Festgelände bereits fleißig abgebaut wurde.

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