Stadtfest vorerst weiter ohne Eintritt

Im Herbst soll in Reichenbach das neue Konzept für die Feiern am 2. und 3. Oktober diskutiert werden. Stadtrat Hösl hat sich zu einem Thema bereits eine Meinung gebildet.

Stephan Hösl - CDU-Landtagsabgeordneter und Stadtrat

Für Sie berichtet: Gerd Betka

Der Verwaltungsausschuss des Stadtrates hat sich jüngst über das Stadtfest informieren lassen, das erstmals in einer Fusion aus Bürger- und Kartoffelfest am 2. und 3. Oktober über die Bühne gehen wird.

CDU-Stadtrat Stephan Hösl erklärte dabei: "Ich freue mich, dass wir uns entschlossen haben, keinen Eintritt zu erheben." Neulich habe er das Altmarktfest in Auerbach besucht. Dort verlange man sechs Euro Eintritt pro Person für das Tagesticket. Doch das Festzelt sei leer gewesen. Die Caterer hätten mangelnden Umsatz beklagt. Für das Sonderkonzert in der Schloss-Arena habe er sogar zusätzlich zahlen müssen. So etwas wolle er in Reichenbach nicht.

Für dieses Jahr ist der Eintritt zum Stadtfest in Reichenbach frei. So wie das alle Jahre war. Doch ob das auch künftig so bleibt?

"Direkt nach dem Fest wollen wir uns mit allen Akteuren zusammensetzen und die Rahmenbedingungen für die nächsten Jahre besprechen", kündigte Tobias Keller, Büroleiter des Oberbürgermeisters, an. Dabei werde ein Thema sein, inwiefern künftig ein Eintrittsgeld erhoben werden sollte. Denn auch mit dem aktuellen, nach dem Festzeltwegfall verkleinerten Fest verzeichnet die Stadtverwaltung einen Zuschussbedarf von etwa 25.000 Euro.

Oberbürgermeister Raphael Kürzinger (CDU) macht keinen Hehl daraus, dass er kein Freund von Eintrittsgeld ist, weil ein solches womöglich den einen oder anderen ausgrenzen könnte. "Am 3. Oktober ist Bürgerfest. Da feiern wir die Wiedervereinigung Deutschlands, und da gehört jeder Bürger dazu." Den Vorabend aber, am 2. Oktober, sieht er als eigene Veranstaltung an. Falls man es da fertig brächte, eine bekannte Band oder einen prominenten Künstler zu verpflichten, könnte dafür punktuell Eintritt verlangt werden. "So wie das Treuen jetzt bei der Kirmes mit Stefanie Hertels Dirndl-Rock-Band gemacht hat", sagte er. "Wir werden uns das noch überlegen."

Zugleich schweben Kürzinger über das Jahre verteilte kulturelle Highlights in der Stadt vor, mehr als bisher. Das Stadtfest im Oktober aber sollte zurück zu den Wurzeln steuern. Ein Fest der Bürger für die Bürger, ein "Spiegel des eigenen Könnens", bei dem vor allem lokale Musiker und Künstler auf den Bühnen stehen. Das Bürgerfest entstand einst als Straßenfest, organisiert vom Gewerbeverein.

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