Sternsinger gehen nicht von Haus zu Haus

Gesegnete Aufkleber liegen in den Kirchen aus - Pfarrer allein beim OB

Reichenbach.

Zum Jahreswechsel hat das Tradition: Die Sternsinger der katholischen Pfarrei Sankt Marien Reichenbach, zu der auch Lengenfeld, Netzschkau und Neumark gehören, sind unterwegs, singen und hinterlassen den Segen für das Haus im neuen Jahr. Doch 2021 ist das anders. Der Corona-Lockdown macht einen Strich durch die Rechnung. "Von Haus zu Haus ziehen können wir da nicht mit unseren Sternsingern", sagt Pfarrer Josef Reichl. Doch wie kann der Segen 20*C+M+B*21 "Christus Mansionem Benedicat" (Christus segne dieses Haus) auch in dieser Zeit die Menschen erreichen?

"Beim Gottesdienst am 2. Weihnachtsfeiertag habe ich die Aufkleber und Zettel mit Segenssprüchen gesegnet. Die Leute konnten sie dann bei sich zu Hause anbringen. Mancher nahm auch Aufkleber für andere mit. Sie liegen auch weiter in den Kirchen aus und können gegen eine kleine Spende mitgenommen werden. Ich habe zudem im Gottesdienst alle Häuser und Wohnungen gesegnet und hoffe, dass wir so die meisten erreichen", erklärt Reichl. Zum Reichenbacher Oberbürgermeister, der die Sternsinger seit vielen Jahren empfängt, will der Pfarrer diesmal allein gehen.

Licht bringen, Hoffnung geben - und Spenden sammeln. Das ist das Anliegen des Kindermissionswerkes Die Sternsinger. Unter dem Motto "Kindern Halt geben - in der Ukraine und weltweit" veranschaulicht das Dreikönigssingen 2021, was es für Kinder bedeutet, wenn ihre Eltern zum Arbeiten ins Ausland gehen und wie ihnen die Projektpartner des Kindermissionswerks beistehen. Rund 100.000 Mädchen und Jungen in der Ukraine leben in Heimen. Die meisten sind "Sozialwaisen". Die Eltern leben noch, haben ihre Kinder aber einem Heim überlassen - aus Not, Ausweglosigkeit oder weil sie als Arbeitsmigranten im Ausland leben und arbeiten.

Pfarrer Josef Reichl erklärt, dass die Sternsinger-Aktion diesmal bis zum 2. Februar, Mariä Lichtmess, verlängert wird. Wer den Segen für sein Haus erbittet und spenden möchte, kann sich im Pfarramt oder direkt beim Pfarrer melden. Es gibt auch eine digitale Spendendose: www.sternsinger.de/spendendose

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