Streit um Wohnungen in Coschütz

Entscheidung über Verkauf vertagt

Coschütz.

Fünf Wohnungen in Coschütz haben für Kopfzerbrechen gesorgt: Während der jüngsten Sitzung des Stadtrates Elsterberg tobte eine Debatte, an wen und vor allem auf welchem Weg diese fünf Wohnungen in dem Ortsteil verkauft werden sollen. Am Ende wurde die Entscheidung vertagt.

Ein Coschützer wollte die letzten fünf kommunalen Wohnungen in dem Ortsteil erwerben. Sie gehören der Stadt Elsterberg, die alle Mieter fragte, ob sie selbst Interesse daran haben, ihre Wohnungen zu kaufen. Drei sagten Ja. Laut Ortsvorsteher Andreas Oberlein sind alle Wohnungen in Coschütz, bis auf diese Handvoll, privatisiert worden: "Die fünf Wohnungen haben in den Jahren 2017 und 2018 je 23.000 Euro Gewinn fürs Stadtsäckel gebracht." Oberlein sprach sich dafür aus, den drei Mietern ihre Wohnungen zu verkaufen und die verbleibenden zwei Wohnungen auszuschreiben - so, wie es der Ortschaftsrat auch gern hätte. Für Sven Haller (Alternative Heimatliste) kommt die Lösung einer unfairen Behandlung des Coschützers, der die beiden Wohnungen erwerben will, gleich: Der Interessent werde schlechter behandelt als die Mieter. Dabei sei er sehr dafür, dass die drei Mieter ihre Wohnungen kaufen können.

Torsten Kleditzsch

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Bürgermeister Sandro Bauroth (FDP): "Es bringt nichts, Beschlüsse zu fassen, die nachher wieder einkassiert werden." Nun soll der Bauausschuss sich noch einmal mit der Problematik befassen. (em)

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