Sturmtief "Sabine": Das Aufräumen danach

Obwohl der Wind noch stark weht, machen Feuerwehr und Co. rund um Reichenbach klar Schiff. Die Kita Netzschkau hat zumindest ein Notdach.

Netzschkau/Reichenbach.

Ohne den Muskelschmalz der Netzsch-kauer Feuerwehrleute sähe es in der Kita Märchenland nach Regen, Schnee und Hagel wohl noch schlimmer aus. 25 Rollen Dachpappe haben die Männer in das Obergeschoss des Gebäudes an der Elsterberger Straße getragen, damit Handwerker das Dach zumindest provisorisch dicht bekommen. "Die letzten Arbeiten haben am Dienstag stattgefunden", sagte Bürgermeister Mike Purfürst (Gewerbeverein). "Das Ganze ist natürlich nur eine Notsicherung", ergänzt er. "Wenn sich das Wetter beruhigt und wir einen Kran aufstellen können, muss das noch mal richtig gemacht werden."

Sturmtief "Sabine" hatte Montagmittag Dachbelag samt Dämmmaterial heruntergeweht. 62 Kinder mussten in Sicherheit gebracht werden. Wie lange es dauert, bis sie wieder einziehen können, weiß der Ortschef nicht. "14 Tage, drei Wochen - das kann keiner wirklich sagen", so Purfürst. Die meisten der Mädchen und Jungen bleiben erst mal zu Hause. Sieben sind in der Kita Am Schlosspark untergebracht. Zieht sich das Ganze länger hin, stehen Turnhallen als Not-Kitas bereit.

Auch die Reichenbacher Feuerwehrleute hatten am gestrigen Tag 2 des Sturmtiefs noch zu tun. Gegen 8.30 Uhr mussten sie an der B 94 Bäume und Äste zwischen Friesen und Greiz freischneiden, damit diese nicht auf die Fahrbahn fallen. Kurz nach 10 Uhr wurde die Bundesstraße wieder freigegeben. Dann gab es noch einen Baum, der auf einen Wanderweg gefallen war. Doch dabei blieb es im Großen und Ganzen. Wie Stadtwehrleiter Thomas Weck mitteilte, war es im Vergleich zum hektischen Montag ein eher ruhiger Tag. An Tag 1 von "Sabine" hatte die Reichenbacher Feuerwehr insgesamt 22 Einsätze absolviert, die meisten im Stadtgebiet, in Schneidenbach und in Rotschau.

Das große Klarschiffmachen in Reichenbach zieht sich allerdings wohl noch. Wie Rathaussprecherin Heike Keßler mitteilte, bleiben die Friedhöfe sowie der Stadtpark und der Park der Generationen aus Sicherheitsgründen in jedem Fall noch am heutigen Mittwoch geschlossen.

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