Sturmtief Sabine und Brandserie fordern Feuerwehr

78 Einsätze und damit 32 mehr als 2019 stehen in der Bilanz für 2020. Nicht nur einmal gelang die Rettung in letzter Sekunde.

Netzschkau.

Weniger Ausbildung, mehr Einsätze. So bilanziert die Freiwillige Feuerwehr Netzschkau in ihrem Facebook-Auftritt das Jahr 2020. Cor0nabedingt waren die üblichen wöchentlichen Ausbildungsdienste im Gerätehaus nicht möglich. Insgesamt stehen 78 Einsätze zu Buche. Zum Vergleich: 2019 waren es gerade einmal 46 Alarme. Im gesamten Jahr 2020 wurden 42 Technische Hilfeleistungen, 20 Brandeinsätze und 16 Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen abgearbeitet.

Schon am 1. Januar wartete der erste Alarm auf die Feuerwehrleute. Im Februar kam es in Netzschkau zu einer Großschadenslage. Sturmtief Sabine fegte über die Stadt hinweg, und die Netzschkauer Feuerwehr mussten innerhalb kurzer Zeit zu 14 Einsätzen ausrücken. Größter Schaden war das abgedeckte Dach in der in Betrieb befindlichen Awo-Kita "Märchenland". Das Haus wurde sofort evakuiert. 62 Kinder wurden im benachbarten Feuerwehrdepot und in einem Omnibus in Sicherheit gebracht. Alle blieben unverletzt.

Ab April hielt eine Brandserie die Feuerwehrleute auf Trab. Besonders im und um den Kuhbergwald, aber auch im Ortsteil Lambzig und im Schönsichtswald ging es darum, Wald- und Flächenbrände zu löschen. In Foschenroda kam es am 10. August zu einem ausgedehnten Feldbrand, der in letzter Sekunde gelöscht werden konnte. Am 27. Juli rief die Regionalleitstelle Zwickau die Netzschkauer Wehr zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmten Personen nach Limbach. Vor Ort habe sich die Lage glücklicherweise nicht bestätigt. Am 10. Oktober wurde die Feuerwehr zu auslaufenden Betriebsmitteln nach einem Verkehrsunfall gerufen. Obwohl das so nicht gemeldet worden sei, mussten die Kameraden dort drei Schwerverletzte versorgen.

Am 5. September wurde gegen 7 Uhr ein Brand in einer Fleischerei gemeldet, der im Innenangriff unter Atemschutz zügig gelöscht werden konnte. Am 17. November brannte im Elsterberger Ortsteil Losa ein Gartenhaus. In wirklich letzter Sekunde wurde dort ein Übergreifen der Flammen auf ein Wohnhaus verhindert. Bei beiden Bränden waren auch mehrere Feuerwehren aus der Umgebung im Einsatz. Zu den Technischen Hilfeleistungen zählten umgefallene Bäume, Ölspuren, Türnotöffnungen, eine Überflutung und ein Gasgeruch.

Die Feuerwehrleitung bedankte sich bei allen im Einsatz befindlichen Kameraden, allen Familien, Angehörigen und Arbeitgebern für das Verständnis. Alle Kameraden kehrten wohlauf von allen Einsätzen zu ihren Familien zurück, was das Wichtigste sei.

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