Teilemarkt zunehmend Familientreff

Die Reichenbacher Oldtimer-Freunde erweitern die Vielfalt der Angebote. Und sie haben noch viel vor.

Reichenbach.

Die Palette der Angebote war breit: Beispielsweise war ein Mercedes zu entdecken, aus dem ein älterer Herr alles Mögliche verkaufte, Wanduhren wie sie einst in jedem besseren Haushalt hingen, ein Gärfass und ein Überseekoffer, gusseiserne Schmuckstücke für eine Wasserstelle oder ein Nähmaschinengestell. Ein paar Autoteile lagen auf einem Klapptisch unter der geöffneten Kofferraumklappe. Olaf Roth, Vorsitzender des Reichenbacher Oldtimerclubs: "Das gab es hier noch nicht. Es ist so ähnlich wie bei Kunst und Krempel." Der Club veranstaltete am Samstag seinen 49. Oldtimerteilemarkt.

Seit fünf Jahren finden die Veranstaltungen auf dem Gelände der ehemaligen Zentralhaltestelle statt. Der Vereinschef sieht noch eine weitere Veränderung: Der Markt entwickelt sich zunehmend zum Treffpunkt für Familien. Roth: "Seit wir freien Eintritt für Frauen haben, kommen auch immer mehr Frauen mit." Auch bei den Anbietern bewege sich etwas in Sachen Gleichberechtigung. Eine einzige Frau stand jahrelang zwischen den Ständen der männlichen Verkäufer. Jetzt kommen mehrere Frauen, bieten Fahrzeug-Teile an, debattieren mit Männern und Frauen über Oldtimer und wie man sie flott kriegt.

Das nasskalte Wetter am Samstagmorgen hatte einige Händler abgehalten, nach Reichenbach zu fahren. Der Platz war trotzdem gut gefüllt, die Standflächen unter der Überdachung schon am Freitagabend ausgebucht, als die ersten Händler anreisten. Sie kamen aus Tschechien, Bayern und den östlichen Bundesländern. Ein Teil reiste am Sonntag weiter zum Teilemarkt nach Ottendorf-Okrilla.

Das Gelände in Reichenbach erwies sich erneut als idealer Platz, vor allem auch durch die ehemalige Buswarte, die der Verein gepachtet hat. Bei den Teilemärkten wird sie in einen beliebten Imbiss verwandelt. Dort war auch diesmal kaum ein Platz zu bekommen.

Für den Oldtimerclub stehen schon die nächsten Aktivitäten auf dem Plan. Am 1. Mai beginnt die Saison mit einer vereinsinternen Ausfahrt. Die Vogtland-Classic, an der alle Oldtimerbesitzer teilnehmen können, startet am 14. September. Dabei stehen die Brücken und andere Sehenswürdigkeiten der näheren Umgebung auf dem Programm der über 87 Kilometer führenden Tour. Mittagessen ist am Alaunbergwerk Mühlwand. Dort können die Fahrzeuge bestaunt werden. Dann folgt schon der Herbst mit dem nächsten Teilemarkt, dem 50. in Regie des Vereins.

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