Tempo 50: Die meisten halten sich dran

Die nach Beschwerden vorgenommene Messung an der Mylauer Straße in Rotschau steht im Gegensatz zum gefühlten Tempo.

Rotschau.

Das von Anwohnern ins Spiel gebrachte Tempo 30 auf der Mylauer Straße in Rotschau wird es wohl nicht geben. Wie Ortsvorsteher Veit Bursian (FDP) während der jüngsten Ortschaftsratssitzung sagte, attestiert eine nach Beschwerden in Regie der Stadt vorgenommene Geschwindigkeitsmessung den Fahrzeugführern in diesem Abschnitt der Ortsdurchfahrt durchaus regelkonformes Fahren: die in einem Zeitraum von zwei Wochen im Bereich des "Cafés Daheim" erhobenen Messdaten weisen eine Durchschnitts-Geschwindigkeit von etwa 33 Kilometer pro Stunde aus.

"Das ist weniger als die gefühlte Geschwindigkeit. Damit ist kaum vorstellbar, dass es dort eine Begrenzung geben wird, zumal es sich ja um eine Kreisstraße handelt", sagte der Ortschef. Allerdings wird Tempo 50 natürlich von einzelnen Fahrzeugen zum Teil deutlich überschritten. "Meist sind das Fremde, die hier durchbrettern", sagte Ortschaftsrat Werner Barschdorf. Der Rekordhalter des Untersuchungszeitraums hatte immerhin 85 Sachen drauf. Insgesamt waren in beiden Fahrtrichtungen etwa 12.500 Fahrzeuge gemessen worden; in der Mehrzahl Pkw, aber auch 1300 Motorräder und 70 Laster. Schneller als die erlaubten 50 Kilometer pro Stunde waren 1900 Fahrzeuge, schneller als Tempo 60 noch 230, mehr als 80 Sachen hatten drei Fahrzeuge drauf.

Der während der Sitzung von Räten und Gästen geäußerten Kritik, die Messung sei an der falschen Stelle vorgenommen worden, stimmte der Ortsvorsteher zu. "Man muss aber auch sagen, dass die Engstellen auf der Alten Lengenfelder Straße quasi als Bremse wirken. Dennoch sollte auch in diesem Abschnitt mal gemessen werden."

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