Tests laufen für den Ausbau des Mobilfunks

Anlieger in Brunn wollen Bau eines Mastes im Ortsteil verhindern

Auerbach/Brunn.

Victoriaplatz/ Alte Straße, Badstraße sowie Fuchssteinweg/Ecke Baumgartenweg - an diesen drei Standorten in der Ortslage Brunn hat die Deutsche Funkturm GmbH (DFG) am Donnerstag Messungen durchgeführt. Das Tochterunternehmen der Telekom will auf einem Feld an der Badstraße einen 40 Meter hohen Stahlgittermast errichten, mit dessen Technik die Mobilfunkversorgung in Brunn verbessert werden soll.

Das Vorhaben ist umstritten. Anlieger sehen Gefahren für ihre Gesundheit durch die eventuell zunehmende Strahlenbelastung und die optischen Auswirkungen durch den Standort, was den Wert ihrer Grundstücke schmälern könnte.

Anfang Juni hatte es zum Funkmast-Projekt eine Infoveranstaltung gegeben. In der Schlossarena sicherten DFG und Stadtverwaltung Messungen zu, um die in Brunn anliegenden elektromagnetischen Wellen zu protokollieren. Im Sinne eines transparenten Verfahrens sollten die Messpunkte von Bürgern vorgeschlagen werden und die Messungen in deren Beisein erfolgen.

Am Donnerstag wurde die erste von zwei geplanten Messreihen ausgeführt: An drei Messpunkten erfasst ein DFG-Techniker den Ist-Zustand - nicht nur in puncto Intensität diverser Mobilfunknetze, sondern auch von Rundfunk- und Fernseh-Signalen, privaten Wlan-Anschlüssen und Schnurlostelefonen. Auch sonstige "Strahlung", wie zum Beispiel von Strom- und Telefonleitungen, Privatfunk oder von Handys der Teilnehmer des Ortstermins. Weitere Messung erfolgten im Stadtgebiet Auerbach, wo der für Brunn beabsichtigte Ausbau des 4G-Mobilfunknetzes bereits vollzogen ist.

Laut Steffen Branse von der DFG-Niederlassung Leipzig werden die bei den Testmessungen in Brunn erfassten Daten als Protokoll aufbereitet, das "voraussichtlich noch im August", der Stadtverwaltung zugehen soll. Eine weitere Messreihe will die DFG nach erfolgtem Netzausbau realisieren, also wenn der Funkmast an der Badstraße steht. Von einer Simulation dieser Situation, wie bei der Infoveranstaltung im Juni avisiert, war gestern keine Rede mehr.

Branse ist zudem davon überzeugt, dass der Ausbau keine signifikante Mehrbelastung für die Anlieger bedeuten würde. Er glaubt an das Gegenteil: Neben der besseren Netzabdeckung sei sogar mit einer noch geringeren Intensität zu rechnen, da die Funkverbindung zu einem künftig nähergelegenen Mobilfunkmast mit geringerer Leistung aufgebaut werde. Bislang wird Brunn nämlich noch vom Mobilfunkmast an der Steinhalte in Hinterhain abgedeckt.

00 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.