Thema Saugraben kommt in den Stadtrat

Netzschkaus Ortschef kündigt Diskussion und Verkehrszählung an

Netzschkau.

Das Thema Mühlstraße soll wie im Vorjahr angekündigt in absehbarer Zeit im Netzschkauer Stadtrat diskutiert werden. Daran ließ jetzt Bürgermeister Mike Purfürst (Gewerbeverein) keinen Zweifel. "Das Thema ist nicht in Vergessenheit geraten, das kommt auf die Tagesordnung", sagte der Stadtchef und reagierte damit auf kritische Stimmen. Anwohner hatten gefragt, ob die angekündigte öffentliche Behandlung des Hickhacks um eine von der Stadt 2019 eingeführte und im Vorjahr dauerhaft zurückgenommene Einbahnstraßenregelung auf der als Saugraben bekannten Straße hinunter zur Göltzschtalbrücke unter den Tisch gefallen sei.

Der Bürgermeister kündigt nun an, er wolle das Thema weiterverfolgen, wenn nicht mehr mit Schnee und Eis zu rechnen ist. Dann nämlich soll im Hinblick auf eine mit konkreten Daten ausgestattete Diskussionsgrundlage eine Verkehrszählung an dem Nadelöhr erfolgen. Anzahl und Geschwindigkeit der dort verkehrenden Fahrzeuge werden über ein Gerät ermittelt, das vielerorts in der Stadt als mobile Geschwindigkeitsanzeige zum Einsatz kommt. "Dann wissen wir, wie hoch die Frequentierung tatsächlich ist", sagt Mike Purfürst.

Der Bürgermeister war in die Anwohner-Kritik geraten, nachdem die Stadt ihre von Anliegern begrüßte Einbahnstraßenregelung quasi über Nacht zurückgenommen hatte. Dabei war es zu einer von Protesten begleiteten Unterschriftensammlung gegen diese Entscheidung gekommen. Die Stadt hatte deren Rücknahme damit begründet, dass sich ein "Großteil" der Verkehrsteilnehmer nicht an das dort geltende Tempo 20 gehalten hätte, zudem seien viele "gegen die vorgeschriebene Fahrtrichtung gefahren". Anwohner sprachen hingegen von durchaus positiven Effekten auf das Verkehrsgeschehen. Tenor: Die Entscheidung der Stadt muss in öffentlichem Rahmen diskutiert werden.

Für weitere Irritationen am Sau-graben hat indes die zuletzt Tag und Nacht brennende Straßenbeleuchtung gesorgt. Der Ortschef führt das auf einen Defekt zurück. "Da hatten wir mehrere Gebiete betreffende Kurzschlüsse. Aufgrund des Frostes konnten die Elektriker nicht vollumfänglich an der Fehlerbeseitigung arbeiten." Um die Nachtbeleuchtung zu gewährleisten sei auf weitere Eingriffe verzichtet worden.

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