Toiletten-Anlagen in Reichenbach wieder demoliert - jetzt gibt's eine Spur

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Die kürzlich reparierte Ausstattung der Toiletten im Park der Generationen ist erneut von Vandalen zerstört worden. Nun liegen erstmals Hinweise von Parkbesuchern dazu vor.

Reichenbach. Die erst in der Vorwoche auf 19 Uhr vorgezogene Schließzeit der Toiletten im Park der Generationen als Vorsichtsmaßnahme hat einen erneuten Vandalenakt nicht verhindern können. "Es half leider nichts. Die Trennwände sind erneut eingetreten worden und müssen nun wieder erneuert werden", informiert Reichenbachs Pressesprecherin Heike Keßler über die dritte Zerstörungswelle innerhalb von knapp drei Wochen. Erneuter Kostenpunkt für die Reparatur: 500 Euro. "Dazu kommt noch die Arbeitszeit, die ja anderswo fehlt."

Allerdings scheint die im Zusammenhang mit den Zerstörungen und Verwüstungen quasi im Wochentakt einhergehende Berichterstattung Früchte zu tragen. Wie die Sprecherin auf Nachfrage bestätigt, gibt es nun im Hinblick auf die Täter ein Spur. "Uns liegen erstmals konkrete Hinweise vor, denen nun nachgegangen wird. Wir haben dazu Anzeige bei der Polizei erstattet", sagt Heike Keßler und spricht von "sensibilisierten Parkbesuchern". Mehr könne derzeit nicht gesagt werden. Die Polizei selbst bestätigt eine Anzeige. Zudem hatte eine Streife am Samstag im Park zwei Jugendliche "festgestellt", die von den Beamten auf den vor den Anlagen stets in größeren Mengen liegenden Müll angesprochen wurden. Die Angaben der beiden Jungs würden nun überprüft, informiert Polizeisprecher Christian Schünemann.

Die am Samstag eingetretenen Wände der Toilettenboxen in der Herrentoilette waren erst wenige Tage vorher eingebaut worden. Zudem sollen dort größere Mengen Müll gelegen haben. Abfälle etwa in Form leerer Schachteln und Dosen in den Toiletten und auf dem Platz vor der einstigen Blumenhalle bestimmen seit Wochen und Monaten das Bild im Park. Bereits im vergangenen Jahr war es neben der Verschmutzung zu Zerstörungen gekommen.

Für die Stadt geht der Vandalismus im Park und in der ebenfalls oft heimgesuchten Toilette im Rathaus-Innenhof ins Geld. Die Ausgaben für Reinigung und Reparaturen könnten sich zudem weiter erhöhen, wenn die geplante Erneuerung der Toiletten im städtischen Parkhaus an der Marienstraße abgeschlossen ist. Derzeit prüft die Stadt den Einsatz einer Überwachungskamera zur Gefahrenabwehr im Park. Auch der mit der Schließung von Toiletten und Parktoren beauftragte Sicherheitsdienst sei sensibilisiert. "Wir hoffen zudem weiter auf wachsame Anwohner und Parkbesucher", sagt Heike Keßler.

Hinweise zu Vandalismus im Park der Generationen nimmt die Polizei unter Telefon 03744 2550 entgegen.

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