Tourismus: Chemnitzer kritisiert Konzept

Wirtschafts-Experte der Linken zweifelt am Standbein Wintersport

Netzschkau/Plauen.

Die Tourismusstrategie des Vogtlands stellt Nico Brünler (Foto) in Zweifel. Er ist Sprecher der Landtagsfraktion der sächsischen Linken für Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik. "Gegenseitige Besuche werden uns wirtschaftlich nicht retten", sagte er bei einem Gespräch mit Vertretern aus Wirtschaft und Politik im Haus der IHK Regionalkammer Plauen. Ihm fehle ein tragendes Alleinstellungsmerkmal für die Region. Frische Luft und schöne Natur bieten zu viele. "In Bezug auf Schöneck bin ich skeptisch, weil man nicht weiß, wie lange der Standort noch als Wintersportregion trägt."

IHK-Präsident Hagen Sczepanski konterte mit dem Pfund Sächsische Staatsbäder. "Welches Argument braucht man noch vor dem Hintergrund, dass immer mehr Leute immer älter werden und sich um ihre Gesundheit kümmern?", fragte er, räumte aber auch Defizite ein: "Mir fällt es selbst schwer, mir für einen zweiten Besuch von Gästen etwas einfallen zu lassen. Aber beim Erstbesuch in der Region sind alle stets begeistert." Auch Grünen-Landtagskandidat Gerhard Liebscher bezeichnete die Staatsbäder als "ein Goldkästchen" für die Region.


Nachholbedarf besteht indes an der Göltzschtalbrücke. "Es ist schlimm, wie es dort aussieht. Da kann man niemand hinführen", sagte FDP-Kreisrätin Kerstin Knabe. Sczepanski betonte, dass ein Konzept auf der Agenda stehe. Seit Jahren tut sich diesbezüglich nichts.

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