Touristikunternehmer markiert Stolperfalle

Gottfried Pester kritisiert den Zustand des Straßenrandes vor dem Feriendorf in Irfersgrün. Dort sei bereits eine Passantin gestürzt. Die Stadt will das Problem beheben, kritisiert jedoch den Kritiker.

Der Irfersgrüner Feriendorf-Besitzer Gottfried Pester ist ein Mann der Tat. Nachdem eine E-Mail an die Lengenfelder Stadtverwaltung unbeantwortet blieb, markierte der Unternehmer kurzerhand ein Stück der an seinem Dorf vorüberführenden Kommunalstraße. Dort liegt der Straßenrand teilweise zehn Zentimeter unter Straßenniveau.

Für Sie berichtet: Gerd Möckel

Der Irfersgrüner Touristikunternehmer Gottfried Pester kennt die vor seinem Feriendorf entlangführende Straße aus dem Effeff. Erst kürzlich hat er vor dem Hintergrund häufiger auftretender Wetterlagen mit Sturm vor Bruchgefahr gewarnt, die von hohen, an der Straße stehenden Fichten ausgeht. "Jetzt wird es Zeit, das sich hier in einer anderen Sache etwas tut", sagt Pester und weist auf ein entlang des Straßenrandes in Signalfarbe aufgebrachtes Band. "Das habe ich gemacht, um die Verantwortlichen auf die Gefahrenlage aufmerksam zu machen. Außerdem ist jeder, der das sieht, ein bisschen aufmerksamer."

Bis zu zehn Zentimeter liegt der Straßenrand in der Nähe der Schulbus-Haltestelle auf ein paar Metern unter Fahrbahnniveau, einen wirklichen Fußweg gibt es nicht. "Aber es gibt Fußgänger. Zum Beispiel die oben aus der Siedlung, die runter zum Bahnhof laufen oder hier zur Haltestelle", erzählt der Betreiber des Feriendorfes. Erst kürzlich habe er eine ältere Frau gesehen, die auf dem Schotter neben der Straße laufend wohl auf die Straßenkante gekommen und dabei umgeknickt sei. "Die Frau ist im Seitengraben gelandet. Das ist aber kein Automatismus, man kann auch in die andere Richtung fallen", kritisiert Gottfried Pester die Situation. "Die Kante wird mit den Jahren immer größer, dazu haben auch größere Fahrzeuge beigetragen, die beim Ausweichen im Gegenverkehr auf den Schotter geraten. Ich habe dazu bereits eine E-Mail ins Bauamt geschickt, eine Antwort bekam ich nicht."

Lengenfelds Bürgermeister Volker Bachmann (Pro Lengenfeld) hat sich jedoch ein Bild vom Straßenzustand in dem Ortsteil gemacht. "An einer Stelle sehe ich schon Handlungsbedarf. Das wird behoben, allerdings kann ich noch nicht sagen, wann das sein wird. Solche oder ähnliche Schäden gibt es nicht nur dort. Für den ländlichen Raum ist das aber auch nicht ganz ungewöhnlich", sagt der Ortschef und kritisiert den Kritiker: "Ich finde es gut, wenn sich jemand Gedanken macht. Aber ich finde es nicht gut, das derart zu tun. Niemand kann einfach etwas auf die Straße malen."

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